Festwochenende zum Reformationsgedenken


Vom 23. bis 25. Juni feiert die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche (SELK) das 500. Reformationsgedenken. Die Veranstaltungen finden in Berlin und Wittenberg statt.

Reformationsgedenken

Den Auftakt macht am Freitag, 23. Juni, um 20.00 Uhr in der Kirche „Zum Heiligen Kreuz“ in Berlin-Wilmersdorf eine Podiumsdiskussion zum Thema „Chancen und Herausforderungen für die lutherische Kirche im 21. Jahrhundert“. Podiumsteilnehmer sind Präses Dr. Robert Bugbee (Winnipeg / Kanada), Erik Braunreuther (Dresden), Dr. Silja Joneleit-Oesch (Frankfurt), Prof. Dr. Werner Klän (Oberursel). Die Moderation hat Doris Michel-Schmidt (Merenberg). Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung vom „trio ad hoc“ aus Leipzig.

Mit einem zentralen Gedenkgottesdienst am Samstag, 24. Juni, in der Stadtkirche Wittenberg erinnert die SELK an die Kernaussage der Reformation, dass „wir Vergebung der Sünden finden aus Gnade um Christi willen durch den Glauben“, wie es im Hauptartikel IV des Augsburger Bekenntnisses heißt.
In dem Beichtgottesdienst, der um 13.00 Uhr beginnt, wird der Bischof der SELK, Hans-Jörg Voigt D.D. (Hannover), die Predigt halten und – gemeinsam mit den Pröpsten der SELK, Klaus-Peter Czwikla (Spiesen-Elversberg), Gert Kelter (Görlitz), und Johannes Rehr (Sottrum), die Vergebung, die Christus schenkt, den Gläubigen unter Handauflegung zusprechen.
„Ohne Zweifel ist es im Sinne Luthers“, so Bischof Voigt, „dass wir nicht ihn in den Mittelpunkt stellen, sondern Christus und den Glauben an ihn, den der Reformator vor 500 Jahren wieder ans Licht geholt hat.“

Direkt gegenüber der Stadtkirche befindet sich die „Alte Lateinschule“, das internationale Studien- und Begegnungszentrum, das von der Internationalen Lutherischen Wittenberg-Gesellschaft (ILSW) betrieben wird. Darin arbeiten die SELK und ihre US-amerikanische Schwesterkirche, die Lutherische Kirche-Missouri Synode (LCMS), zusammen. Die Alte Lateinschule ist Teil der in Wittenberg stattfindenden „Weltausstellung Reformation“ und präsentiert die Geschichte und die Gegenwart des konfessionellen Luthertums. Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, sich bei einer Ausstellung im Erdgeschoß des Gebäudes zu diesem Thema zu informieren, die neu gestaltete Kapelle zu besichtigen und den Bücherladen zu besuchen. Am Samstag, 24. Juni, wird die Alte Lateinschule von 10 Uhr bis 16 Uhr - jedoch nicht während des Gottesdienstes in der Stadtkirche - geöffnet sein.

Am Samstag Abend findet in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Berlin-Mitte (Annenstr. 53) ein Konzert statt, in dem über 80 Sängerinnen und Sänger, Solisten und Orchester die h-Moll-Messe von Johann Sebastian Bauch zu Gehör bringen. Das Konzert beginnt um 19.30 Uhr.

Am Sonntag, 25. Juni, schließlich, werden in den SELK-Gemeinden in Berlin und Potsdam internationale Festprediger in den Gottesdiensten jeweils einen Artikel des Augsburger Bekenntnisses auslegen. Das Datum ist nicht zufällig gewählt: Der 25. Juni ist gleichzeitig auch der Gedenktag des Augsburger Bekenntnisses.

Bereits zuvor – am 22. und 23. Juni – treffen sich in Berlin führende Vertreter der europäischen Region des International Lutherischen Rates (ILC), in dem weltweit lutherische Bekenntniskirche zusammenarbeiten. Am 25. und 26. Juni folgt dann noch die Sitzung des Leitungsgremiums (Exekutiv-Komitee) des ILC, ebenfalls in Berlin.

Genaue Informationen finden Sie hier: www.SELK.de/500


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