Erster Gottesdienst in Chemnitz | 14.07.2016

Multikulti voller Hoffnung
SELK: Erster Gottesdienst in Chemnitz

Chemnitz, 14.7.2016 - selk - Viele Geflüchtete in der Erstaufnahmestelle in Leipzig, die einen Taufunterricht im Leipziger Missionsprojekt "Die Brücke" der Lutherischen Kirchenmission (LKM) der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) beginnen konnten, sind nun in die Nähe der tschechischen Grenze umverteilt worden. Dies war der Anlass für eine neue kirchlich-missionarische Arbeit der SELK in Chemnitz.

Nachdem die Dreieinigkeitsgemeinde der SELK in Dresden diese Arbeit begonnen hat, hat der Taufunterricht auch in Chemnitz Früchte getragen - und ist sogar noch gewachsen. Deshalb wurde nun ein neuer Predigtort in Chemnitz eröffnet. Dafür hat die Dreieinigkeitsgemeinde von der Freien Evangelischen Gemeinde in Chemnitz Räumlichkeiten gemietet. Dort wurde am vergangenen Sonntag ein erster Gottesdienst in Verantwortung der SELK gefeiert. Mehr als 60 Menschen fanden sich dazu ein - Flüchtlinge, aber auch Kirchglieder der SELK aus Leipzig, Plauen und Dresden sowie Gäste aus der Nachbarschaft.

"Der erste Gottesdienst lief gleich multikulti", berichtet der Leipziger LKM-Missionar Hugo Gevers, "denn es gab reichlich persische Übersetzungen und Inhalte, die von jedem Perser verstanden werden konnten. Und Maryam wurde feierlich als Übersetzerin und Mitarbeiterin der Dresdener Dreieinigkeitsgemeinde eingeführt."

Es sei ein "herrlicher Tag" gewesen, so Gevers. Und er habe "einen wundervollen Abschluss mit dem persischen Lied Aramie Delhayie gefunden. In dem Lied sangen die persischen Menschen aus voller Brust darüber, wie Gott sie durch Sturm und Wassergefahr begleitet hat, und auch über die Hoffnung, dass Gott in Zukunft das Ruder des Lebens in der Hand hat." Dies sei genau die Hoffnung, die kirchlicherseits diesen Menschen in einer so schwierigen Lage vermittelt werden solle.

An jedem Sonntag um 15 Uhr werden nun Gottesdienste auf Persisch und Deutsch in Chemnitz stattfinden. Hinzu kommt der Taufunterricht um 16 Uhr an jedem Freitag. Federführend hat Pfarrer Stefan Dittmer mit der Dreieinigkeitsgemeinde in Dresden die Betreuung dieser Arbeit übernommen.

Die Arbeit wird von der Leipziger LKM-Migrantenarbeit begleitet. Am 4. September finden dann aus der begonnenen Arbeit heraus in der Dreieinigkeitsgemeinde in Dresden die Taufen von 18 neuen Christinnen und Christen statt.

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