Diakonietag in der Klinik Hohe Mark | 14.03.2017

"Wenn die Seele klagt . und der Seelsorger hört"
SELK: Diakonietag im Kirchenbezirk Hessen-Süd

Oberursel, 14.3.2017 - selk - Einen Diakonietag zum Thema "Wenn die Seele klagt . und der Seelsorger hört" führte der Kirchenbezirk Hessen-Süd der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) am Samstag in der Oberurseler Klinik Hohe Mark, einer Einrichtung für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, durch. Die Leitung hatte Eva Wiener (Oberursel), die Diakoniebeauftragte des Kirchenbezirks. 36 Teilnehmerinnen und Teilnaher waren der Einladung gefolgt.

Zum Thema "Wenn die Seele klagt ." war Dr. Simone Hötzsch (Frankfurt/Main) als Referentin vorgesehen. Sie musste allerdings krankheitsbedingt absagen. Für sie sprang die Therapeutin Ute Günter (Oberursel) ein und trug das von Hötzsch vorbereitete Referat vor, ergänzt um eigene Impulse. Wenn biologische Grundbedürfnisse nicht erfüllt seien, wenn es an Bindung und Beziehung mangele, wenn Anerkennung und Wertschätzung fehlen würden, klage die Seele mit Suchtverhalten, Psychosen oder Depressionen, hieß es. Hilfreich seien das genaue Hören auf Erkrankte und das Achten auf mögliche körperliche Ursachen. Schwere Symptome müssten mit Medikamenten behandelt werden. Wichtig sei der Versuch, mit den Betroffenen die Ursachen der "Klagen der Seele" zu ergründen.

SELK-Superintendent i.R. Wolfgang Schillhahn (Oberursel), ehrenamtlicher Seelsorger an der Klinik Hohe Mark, referierte zu "...und der Seelsorger hört". Depressionen könnten jeden Menschen treffen, so der Referent. Der Seelsorger sei Seelsorger - "kein verkleideter Therapeut!" Dem Seelsorger gehe es - mit viel Wissen um seelische Erkrankungen und Verhaltensweisen - um den Menschen unter Gottes Anspruch und Zuspruch. Das Ziel der Seelsorge sei es, den menschenfreundlichen Gott zu bezeugen, zur Bewältigung und Gestaltung des Lebensalltags beizutragen und zu einem gesunden Selbstbild zu verhelfen. Und wenn die Worte des Seelsorgers Erkrankte nicht erreichen? "Es bleiben Segen, Salbung und Abendmahl", so Schillhahn, der abschließend betonte: "Heilung ist etwas ganz Großes - noch größer ist das Heil in Christus!"

Der Diakonietag gab praxisorientiert Hilfen und Impulse für das Alltagsleben. Er ermöglichte zudem den Teilnehmenden einen Einblick in die Klinik Hohe Mark und ließ dadurch Vorurteile und Ängste vor der Psychiatrie geringer werden. Dazu leistete auch eine Klinikführung durch den langjährigen Technischen Leiter der Einrichtung, SELK-Kirchglied Henning Seyboth (Eppstein), einen wichtigen Beitrag.

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