Corpus-Christi-Treffen (3) | 19.07.2017

Gottes machtvolles Wort
SELK: Corpus-Christi-Konferenz fortgesetzt

Halle/Saale, 19.7.2017 – selk − Mit einem festlichen Abendmahlsgottesdienst in der Kapelle St. Maria Magdalena auf der Moritzburg gemeinsam mit der Ortsgemeinde der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) in Halle/Saale ging gestern der zweite Tag der diesjährigen Corpus-Christi-Konferenz (selk_news berichtete) zu Ende. SELK-Pfarrer i.R. Wilhelm Torgerson D.D. hielt die Predigt über einen Bibelabschnitt aus dem Römerbrief. Dabei ging er darauf ein, wie in der reformatorischen Erkenntnis Luthers − ausgehend vom grundlegenden „Christ alone“ (Christus allein) − alle Soli (Solus Christus – Sola Gratia – Sola Scriptura – Sola Fide) auseinander hervorgehen und so, sich einander bedingend, eine unauflösliche Einheit bilden. Als Liturg amtierte SELK-Ortspfarrer Dr. Armin Wenz, zudem gestalteten weitere SELK-Glieder den Gottesdienst im Posaunenchor und an der Orgel mit.

Bereits am Morgen hatte Pfarrer Dr. Esko Murto in seinem Vortrag anhand verschiedener biblischer Abschnitte aufgezeigt, dass Christus derjenige ist, der die Schrift öffnet, die von ihm selbst zeugt, und damit auf die enge Verbindung von Solus Christus (Christus allein) und Sola Scriptura (allein die Schrift) hingewiesen. Dabei sei die Bibel nicht nur eine Schrift, die fehlerfrei die Wahrheit bezeuge, sondern vielmehr konkret auch das Versprechen an den Menschen, dass Christus ihn wahrhaftig liebe und für seine Sünden gestorben sei, für das Christus selbst mit seiner Person einstehe und auf das der Glaube vertraue.

In seiner Auslegung in der Mittagsandacht knüpfte Pfarrer Dr. Samuli Siikavirta daran an: Gottes Wort sei nicht einfach nur eine gute Botschaft, sondern ein machtvolles Wort, das halte und selbst tue, was es verspreche, was insbesondere in Taufe, Beichte und Abendmahl deutlich werde.

Neben den Plenumsveranstaltungen konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer weitere inhaltliche Angebote wahrnehmen: In den „In-depth-Sessions“ konnten sie auswählen, das Thema „Christ alone“ von einem der drei weiteren Sola aus zu vertiefen. Zusätzlich gab es eine Einheit für Theologen, in der Dr. Wenz referierte. Zudem konnten die Teilnehmenden eines von insgesamt sieben weiteren Seminaren wählen, die „Christus allein“ von ganz verschiedenen Perspektiven aus beleuchteten und die zum Teil auch von Gliedern der SELK angeboten wurden: So bot Elisabeth Murto (geborene Rehr) ein Seminar zum Thema: „In Christus als Mann oder Frau leben“ an, Kantor Georg Mogwitz referierte zum Thema „Christus – verborgen in Bachs Musik“, und Pfarrer Dr. Daniel Schmidt beleuchtete unter dem Titel „No Longer I But Christ“ die Herausforderungen einer individualisierten und postmodernen Welt für das Verständnis des Gottesdienstes als christozentrischem Geschehen.

Neben den inhaltlichen Angeboten gab es die Möglichkeit, bei gemeinsamen Freizeitaktivitäten und den Mahlzeiten viele neue Bekanntschaften zu schließen. Außerdem bestand das Angebot der Einzelbeichte in der jeweils eigenen Muttersprache.

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Ein Bericht von selk_news /
Redaktion: SELK-Gesamtkirche /
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