Allgemeiner Pfarrkonvent (4) | 07.11.2017

Perikopenordnung und Kirchengemeinschaft
SELK: Pfarrkonvent in Rehe beginnt Arbeit an Anträgen

Rehe, 7.11.2017 −selk − Am Nachmittag seines zweiten Sitzungstages konnte der 13. Allgemeine Pfarrkonvent (APK) der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) im Christlichen Gästezentrum Westerwald in Rehe einen ersten Beratungsgegenstand abschließend bearbeiten. Dabei ging es um die Annahme der Neuordnung der gottesdienstlichen Lesungen und Lieder (Perikopenordnung). An dieser im Bereich der Evangelischen Kirche in Deutschland, der Union Evangelischer Kirchen und der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands vorgenommenen Neuordnung war in der Erprobungsphase auch die SELK beteiligt. Sie hat sich mit einigen Abweichungen an die bisherige Perikopenordnung gebunden.

Mit überwältigender Mehrheit beschloss der APK, aus der Perikopenordnung die gottesdienstlichen Lesungen (Altes Testament, Epistel, Evangelium) grundsätzlich anzunehmen und die neu vorliegenden Predigtreihen für den Gebrauch zu empfehlen. Dabei sind, wie bisher, begründete Abweichungen möglich. Der Pfarrkonvent mandatierte das Kollegium der Superintendenten, nach Bearbeitung von Änderungs- und Ergänzungsvorschlägen durch die Theologische und Liturgische Kommission über die Fassung des Lektionars zu entscheiden, und richtete an die Kirchensynode die Bitte um Beratung und Zustimmung zu dieser Beschlussfassung.

Zu den diversen Anträgen, in die am Nachmittag und Abend eingeführt wurde, gehörte einer, der auf Feststellung der Kirchengemeinschaft der SELK mit der Concordia-Gemeinde – Evangelisch-Lutherische Freikirche e.V. in Celle zielt, mit der die SELK bereits in geordneten partnerschaftlichen Beziehungen steht. Zu diesem Tagesordnungspunkt war der aus der SELK hervorgegangene Pastor der Concordia-Gemeinde, Dr. Peter Söllner, zu Gast. Söllner richte ein kurzweiliges Grußwort an den APK und betonte in der Sache, dass seine Gemeinde die Kirchengemeinschaft mit der SELK ausdrücklich wünsche und der Feststellung ihrerseits bereits zugestimmt habe. In Gesprächen zwischen der SELK und der Concordia-Gemeinde, in die auch die Celler Christusgemeinde der SELK eingebunden war, war eine Vereinbarung zur Feststellung erarbeitet worden. Der Antrag, der den Vorschlag an die 14. Kirchensynode zum Inhalt hat, die Kirchengemeinschaft festzustellen, wurde zunächst zusammen mit anderen Anträgen a n eine Arbeitsgruppe des APK verwiesen, die sich mit zwischenkirchlichen Beziehungen befasst.

Am Vormittag war Dr. Elisabeth Diekmann, die Geschäftsführerin der in Frankfurt/Main ansässigen Ökumenischen Centrale der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland auf dem Konvent zu Gast. In ihrem Grußwort würdigte sie die verschiedenen zwischenkirchlichen Bemühungen, im Horizont der Gedanken an „500 Jahre Reformation“ und „200 Jahre Evangelische Unionskirchen und selbstständige evangelisch-lutherische Kirchen“ die jeweilige Geschichte aufzuarbeiten und dabei auch angemessen mit Fehlern und Schuld umzugehen. Diekmann ermutigte zur −weiteren – Mitwirkung am jährlichen Ökumenischen Tag der Schöpfung. Dieser Tag sei ein „wichtiger Termin für die Gesamtheit der ACK“ und diene dem gemeinsamen Eintreten für den Schöpfer und die Schöpfung. Ausdrücklich dankte die ACK-Geschäftsführerin für das Engagement der SELK in der ACK auf Bundesebene – namentlich Bischof Hans-Jörg Voigt D.D. (Hannover) für sein Mitwirken in der Vorstandsarbeit und Prof. Dr. Werner Klän (Oberursel) für seine langjährige Mitarbeit im Deutschen Ökumenischen Studienausschuss (DÖSTA) der ACK.

Der APK wurde gestern eröffnet und dauert bis Freitag an. Rund 140 Konventuale und Gäste nehmen daran teil.

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Ein Bericht von selk_news /
Redaktion: SELK-Gesamtkirche /
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