Collegium vocale musizierte Weihnachtsoratorium | 15.12.2017

SELK: Collegium vocale musizierte Weihnachtsoratorium
Neukirchen-Vluyn: Ein Meisterwerk in der Dorfkirche

Neukirchen-Vluyn, 15.12.2017 - selk - "Wie die traditionellen Weihnachtsmärkte, der Adventskranz oder der Christstollen ist auch das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach ein fester Bestandteil der Vorweihnachtszeit." - Dies jedenfalls meint der Redakteur der Rheinischen Post und fährt in seinem Konzertbericht fort: "Das ,Collegium vocale der SELK' und das "Cölner Barockorchester" sorgten jetzt in der voll besetzten Dorfkirche Neukirchen dafür, dass das Oratorium in Auszügen auch in diesem Jahr wieder zu hören war." Das Collegium vocale ist die Kantorei in der Region West der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK).

Bevor jedoch das bekannte "Jauchzet, frohlocket" erklang, wurde unter der Leitung von Hans-Hermann Buyken (Kamp-Lintfort) passend zum Reformationsjubiläumsjahr Johann Sebastian Bachs Luther-Kantate "Nun komm, der Heiden Heiland" musiziert, die zum ersten Mal in Neukirchen-Vluyn zu hören war. Im vielseitigen Programmheft war diese selten musizierte Bach-Kantate - geschrieben für den 1. Advent 1724 - sehr ausführlich vorgestellt worden. Mit erkennbarer Freude musizierten die Ausführenden insbesondere den "außergewöhnlich beschwingt-konzertanten" Eingangssatz, mit dem Bach das Geheimnis der Menschwerdung Christi vertont. "Dass die 30 Sänger teilweise Laien sind, war nicht zu hören", so meint die Redakteurin der Neue Rhein/Neue Ruhr Zeitung/Westdeutsche Allgemeine Zeitung und möchte dies als Lob verstanden wissen.

Instrumentaler Partner des Chores war wieder das Cölner Barockorchester, ein junges Ensemble "voll ansteckender Spielfreude und Ernsthaftigkeit, Virtuosität und emotionaler Tiefe" - wie die Presse zu recht feststellt. Neben Orchester und Chor überzeugte ein junges Vokalsolistenquartett (Elisabeth Menke | Sopran; Carola Günther | Alt; Jörg Nitschke | Tenor und Joachim Höchbauer | Bass).

"Im Anschluss standen dann", so die Rheinische Post weiter, "die Kantaten I, III und VI aus dem ,Weihnachtsoratorium' auf dem Programm, wobei die letzte dieser drei Kantaten nur in Auszügen zu hören war ... Der festlich strahlende Eingangs-Chor ,Jauchzet, frohlocket' gelang den Sängern des ,Collegium vocale' ebenso überzeugend wie der sanfte Choral ,Wie soll ich dich empfangen?' der ersten Kantate. Die lyrische Arie ,Bereite dich, Zion' sang Carola Günther mit einer wunderbar warmen Alt-Stimme, während Elisabeth Menke ihre Solo-Passagen mit hellem Sopran ausdrucksstark vortrug. Insgesamt war das Zusammenspiel zwischen dem Chor, den Solisten und dem ,Cölner Barockorchester' sehr ausgewogen und harmonisch. Die einzelnen Arien und Chorgesänge wirkten stimmlich überaus ,schlank' und klar und waren keineswegs überladen. Nach dem zärtlichen Choral ,Ich steh an deiner Krippe hier' verabschiedeten sich das ,Collegium vocale', begleitet von Pauke und Trompeten, mit dem feierlichen Schluss-Choral ,Nun seid ihr wohl gerochen an eurer Feinde Schar' von den zahlreichen Zuhörern. Das Publikum bedankte sich seinerseits mit warmem Beifall bei den Solisten, den Chormitgliedern und den Orchestermusikern für das überaus stimmungsvolle Weihnachtskonzert."

Ein begeisterter Zuhörer schrieb in seiner Dankesmail an den Chor: "Seltsam, wenn ich diese Musik von der CD höre, dann ist es ein schöner Genuss, geht aber nicht sehr tief in mich hinein. Ganz anders bei Ihren Konzerten: Wenn da wirkliche Menschen aus Fleisch und Blut, ergriffen und selbst beseelt, diese wunderbare Musik ,erschaffen', dann springt der Funke über und ergreift auch mich; diese tiefe Ergriffenheit empfinde ich als göttliches Geschenk ... und bin dankbar, dass mich das noch so tief anrührt!"

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