Matthäus-Passion mit dem Collegium vocale | 07.03.2018

Bachs Matthäus-Passion mit dem Collegium vocale
SELK: Rheinland-Westfalen-Kantorei in Neukirchen-Vluyn

Neukirchen-Vluyn, 7.3.2018 - selk - Das Collegium vocale, die Kantorei im Kirchenbezirk Rheinland-Westfalen der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) unter der Leitung von Hans-Hermann Buyken (Kamp-Lintfort), steht unmittelbar vor der Realisation ihres bisher größten Projektes, der Aufführung der Matthäus-Passion von Johann Sebastian Bach.

Bachs Matthäus-Passion - ohne Zweifel die bedeutendste Passionsvertonung, die überliefert ist - soll am Sonntag, 18. März, um 17 Uhr in der St. Quirinuskirche in Neukirchen-Vluyn erklingen. Bachs "große Passion" zählt zum Größten und Anspruchsvollsten, was je in der Kirchenmusik komponiert wurde. Dies betrifft den Umfang des Werkes mit einer Dauer von etwa drei Stunden und die Größe des Aufführungsapparates mit zwei beziehungsweise drei Chören, zwei Orchestern und zahlreichen Vokalsolostimmen. Gleichermaßen bezieht sich dies auch auf die künstlerische Reife, die Komplexität des Werkes, seine theologische Tiefe und Eindringlichkeit und auf eine monumentale - stereophonale - Klangwirkung, die so beeindruckend und überwältigend ist wie zu Bachs Zeiten.

Man geht heute davon aus, dass Bach wohl insgesamt fünf Passionen komponiert hat, von denen nur die Johannes-Passion und Matthäus-Passion vollständig erhalten blieben. Die Matthäus-Passion schrieb Bach für den Vespergottesdienst am Karfreitag des Jahres 1727 in St. Thomas in Leipzig. Weitere Aufführungen folgten, wobei keine mit der vorherigen identisch gewesen ist. Bach passte das Werk den jeweiligen Aufführungsbedingungen an, überarbeitete es, feilte vieles kompositorisch aus. Für die Aufführung 1736 ersetzte Bach zum Beispiel den Schlusschoral des 1. Teils durch die große Choralbearbeitung "O Mensch, bewein dein Sünde groß" aus einer früheren Fassung seiner Johannes-Passion. Von dieser Fassung, die auch die Grundlage ist für heutige Aufführungen, existiert eine sehr prachtvolle kalligraphische Handschrift Bachs - wie eine Art Vermächtnis. Den Bibeltext und den Eingangschor, den in dieser Aufführung Kinder und Jugendliche singen ("O Lamm Gottes, unschuldig"), schrieb Bach mit roter Tinte.

"Eines aber gilt", so Chorleiter Hans-Hermann Buyken (Kamp-Lintfort), "für alle Aufführungen: Es ist gottesdienstliche Musik, die Bach schrieb! Sie führte den Gottesdienstbesuchern am Karfreitag die theologische Bedeutung des Leidens Jesu Christi in besonderer Weise mit Hilfe der Komposition vor Augen und Ohren, ermöglichte tiefe innere Anteilnahme. Diese Bestimmung erfüllt sie bis heute, und wir wollen ihr durch unsere engagierte, möglichst authentische Interpretation wie auch dadurch Rechnung tragen, dass Glockengeläut dieses Konzert einrahmt."

Ausführende sind neben dem Collegium vocale der Kammerchor Düsseldorf (Einstudierung: Wolfgang Abendroth), ein Kinder-/Jugendchor, das Cölner Barockorchester, das gemäß "historisch informierter" Aufführungspraxis auf "alten" Instrumenten musiziert, und sechs namhafte Vokalsolostimmen (Wolfgang Klose - Evangelist, Christian Walter - Christus, Theresa Nelles - Sopran, Charlotte Quadt - Alt, Julian Habermann - Tenor, Joachim Höchbauer - Bass).

Dank der großzügigen Unterstützung durch das Land Nordrhein-Westfalen, der Sparkassenkulturstiftung und der Heinz TROX-Stiftung liegen die Eintrittspreise unter den sonst üblichen bei diesem großen Bach-Werk. Karten zum Preis von 20 Euro, ermäßigt für Schülerinnen, Schüler und Studierende 10 Euro, können seit dem 3. März im Vorverkauf in den bekannten Vorverkaufsstellen am Ort erworben werden. Über eine E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! sind auch Kartenreservierungen möglich.

Weitere Einzelheiten zum Konzert finden sich unter www.collegiumvocale-selk.de, der Homepage des Chores.

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