Diakonietag Hessen-Nord | 13.03.2018

"Hilfe, ich werde älter! Was nun?"
SELK: Diakonietag in Melsungen

Melsungen, 13.3.2018 - selk - Am vergangenen Samstag fand der diesjährige Diakonietag des Kirchenbezirks Hessen-Nord der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) in den Räumen der Christusgemeinde in Melsungen statt. Referent war SELK-Pfarrer und Krankenhausseelsorger i.R. Peter Wroblewski aus Guben.

Die Brisanz des Themas und der gute Ruf des Referenten bewirkten mit über 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen gut besuchten Diakonietag. Mit der Begrüßung durch Rosemarie Lösel und der Morgenandacht von Ortspfarrer Jörg Ackermann begann die Veranstaltung.

Der Referent beschrieb die schmerzlichen Veränderungen der Lebenssituation im Alter, die Menschen verunsichert innehalten lassen und hilflos machen können. In einer geistlichen Einschätzung der Hintergründe des Lebens und Sterbens dürfen christlich Glaubende den heilenden Antworten Jesu vertrauen: Keinesfalls werden wir des Todes sterben, sondern wir werden in Christus leben.

Ein Lebensrückblick lässt Kraft gewinnen. Die Erfahrung des alten Menschen mit Umbrüchen und Aufbrüchen hilft ihm, versöhnlich die Verantwortung zu übernehmen - auch für das, was nicht gelungen ist. Altsein heißt, mit kurzer Zukunft umgehen lernen. Trotzdem sollten Christinnen und Christen sich an Urvertrauen und Geborgenheit in ihrem Leben erinnern und an das, was Gott ihnen in der Taufe versprochen hat.

Nach einem kurzen Rundgang durch Melsungens wunderschöne Innenstadt, Mittagessen und Mittagspause gab Heike Ackermann aus Melsungen, Krankenschwester in der Hospizarbeit, einen Bericht über ihre Arbeit mit dem Schwerpunkt "Was versteht man unter palliativ-medizinischer Versorgung?". Pallium im Lateinischen heißt "Mantel" - demnach soll die palliative Versorgung den Menschen, der nicht mehr geheilt werden kann, schützen und ummanteln. Die Hospize wollen den schwerkranken Patientinnen und Patienten ein würdiges Leben bis zum Ende ermöglichen. Ackermanns Ausführungen zur Praxis der palliativen Versorgung, in der auch ehrenamtliche Arbeit wichtig ist, trafen auf großes Interesse bei den Teilnehmenden.

Es folgten drei Workshops, die thematisch Fragen des Referates vertieften und von den Diakoniebeauftragten Annegret Damaske, Rosemarie Lösel und Christiane Poetsch moderiert wurden.

Das Gespräch in der Abschlussrunde - von Peter Wroblewski geleitet - zeigte noch einmal die Dichte und Komplexität des Themas.

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Ein Bericht von selk_news /
Redaktion: SELK-Gesamtkirche /
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