Darmstadt: 50. Ökumenischer Kreuzweg | 28.03.2018

Darmstadt: Zum 50. Mal den Kreuzweg gemeinsam begangen
SELK-Bischof und Gemeindepfarrer beteiligt

Darmstadt, 28.3.2018 - DE/selk - Rund 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind am gestrigen Dienstag der Karwoche von der katholischen Innenstadtkirche St. Ludwig aus den 50. Ökumenischen Kreuzweg in Darmstadt gegangen. Kirchenleitende aus allen christlichen Konfessionen waren der Einladung der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Darmstadt gefolgt, darunter der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Dr. Dr. h.c. Volker Jung, und der Mainzer Bischof Dr. Peter Kohlgraf als höchste Repräsentanten der beiden größten christlichen Kirchen in der Region. Auch der Bischof der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK), Hans-Jörg Voigt D.D. (Hannover), war der Einladung durch SELK-Pfarrer Peter Matthias Kiehl (Darmstadt) und der Stadt-ACK gefolgt.

Zum Auftakt hatte der evangelische Kirchenpräsident in der katholischen Kuppelkirche am Wilhelminenplatz dazu aufgerufen, mit dem Kreuzweg auch Wege der Toleranz zu beschreiten. "Freiheit ist ein grundlegender Wert unserer Gesellschaft. Dazu gehört auch die Glaubens- und Religionsfreiheit", betonte der protestantische Kirchenpräsident. "Toleranz fällt nicht vom Himmel", so Jung. Dabei sei "das Christentum in seiner Geschichte manches Mal daran gescheitert, Toleranz zu üben und damit auch die Glaubensfreiheit zu schützen."

Auf der Kreuzwegstation am Stadthaus wurde das Thema "Politisch handeln - den Menschen dienen" aufgegriffen. Hier sprachen der Katholik und Darmstädter Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne), Pastoralreferentin Sonja Knapp (Katholische Pfarrgemeinde St. Jakobus, Kranichstein) und SELK-Bischof Hans-Jörg Voigt D.D. Voigt formulierte in einem Gebetstext: "Schenke allen, die in Staat und Gesellschaft Verantwortung tragen, eine weises Herz, das das Gebot der Stunde erkennt, und gib ihnen die Kraft, zum Wohle aller zu handeln."

An einer weiteren Kreuzwegstation, dem Haupteingang der Sparkasse auf dem Luisenplatz, ging es um die Würde des Menschen, über die der Bischof von Speyer und ACK-Bundesvorsitzende, Dr. Karl-Heinz Wiesemann, der Apostel der Neuapostolischen Kirche in Süddeutschland, Volker Kühnle, und SELK-Pfarrer Peter Kiehl sprachen.

Der Jubiläumskreuzweg endete schließlich in der evangelischen Stadtkirche, wo der Mainzer Bischof Kohlgraf in der ältesten Kirche der Darmstädter Kernstadt die Bedeutung des gemeinsamen Gebetes von katholischen, evangelischen, freikirchlichen und orthodoxen Christinnen und Christen hervorhob: "Ich bin dankbar dafür, dass wir dies tun können - trotz der Verletzungen der Vergangenheit und trotz der Trennungen, die bis in die Gegenwart bestehen", sagte der Mainzer Bischof.

Der leitende Geistliche der SELK, Bischof Voigt, äußerte sich gegenüber selk_news dankbar für die Einladung zu diesem Kreuzweg. Er sagte: "Ich konnte auf dem Kreuzweg durch Darmstadt zum Beispiel beobachten, wie ein kleiner Junge seinen Vater fragte, was es mit dem Kreuz auf sich habe. Dieser fing dann an zu erklären. So stelle ich mir Kirche in der Öffentlichkeit vor." Voigt meinte weiter, dass er sich die Texte noch stärker am Kreuzesgeschehen selbst ausgereichtet gewünscht hätte. Vielleicht erreichten die politischen Zugänge die Menschen und könnten Türen für das Evangelium öffnen.

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Ein Bericht von selk_news /
Redaktion: SELK-Gesamtkirche /
Quelle: Darmstädter Echo, 28.2.2018 /
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