9. Lutherischer Kirchentag (6) | 27.05.2018

Workshops mit viel Raum für Kreativität
SELK-Kirchentag bietet Praxishilfen für die Gemeindearbeit

Erfurt, 27.5.2018 – selk − Auf dem 9. Lutherischen Kirchentag der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) konnten am gestrigen Samstag von den Teilnehmenden tagsüber Workshops in vier Zeitleisten besucht werden. Im vielfältigen Angebot fanden sich neben interessanten informativen Veranstaltungen auch kreative, die zu viel aktiver Mitarbeit einluden. So gab Gudrun von Hering (Kiel), Kindergottesdienstbeauftragte im Kirchenbezirk Niedersachsen-Ost der SELK, zwar einige grundsätzliche Hinweise und hilfreiche Tipps zum „Singen im Kindergottesdienst“, ein Schwerpunkt lag aber beim fröhlichen Ausprobieren. Dabei achtete von Hering darauf, dass es sich um Lieder handelte, die von Nicht-Musikern problemlos genutzt werden können. So dürfte die Kindergottesdienstarbeit an verschiedenen Orten dadurch bereichert werden.

Barbara Hauschild (Dortmund), Diakoniedirektorin der SELK, bot in „5-4-3-2-1: Improtheater und Bibel?“ ein Feuerwerk verschiedener Mitmach-Angebote an vom Namensspiel zu Beginn über das Ergattern des letzten Platzes auf der Arche Noah bis hin zum Ratespiel mit biblischen Kriminalgeschichten. „Freude an Bewegung, Experiment und Spiel“ waren auch die einzigen Voraussetzungen für Teilnehmende am Workshop „Pantomimisch biblische Texte aneignen“. Dr. Angela Kunze-Beiküfner (Halberstadt), Pantomimin, Pfarrerin und Dozentin, ermutigte mit kleinen praktischen Beispielen und Tipps zum pantomimischen Spiel, das in eine gemeinsame Darstellung einer biblischen Geschichte gipfelte.

Ein offenes Gestaltungsangebot erstreckte sich über einen ganzen Tag: Unter Leitung von Silke Hartung, (Frankfurt/Main) und Andrea Wilde (Nidderau) wurde mit Hilfe der Filztechnik ein zuvor schlichtes rotes Antependium von allen, die zwischendurch irgendwann Freude daran hatten, reich verziert. Es wird am heutigen Sonntag den Altar für den Abschlussgottesdienst schmücken.

Doch nicht nur in gestaltenden und musikalischen Veranstaltungen gab es kreative Angebote. Auch viele Leitende von Workshops, die in erster Linie Wissens- und Bedenkenswertes vermittelten, bemühten sich um Elemente aktiver Mitarbeit. So regte beispielsweise Dr. Silja Joneleit-Oesch (Frankfurt/Main) unter der Überschrift „Entwicklungszusammenarbeit in Indien. Das Land der unbegrenzten Gegensätze“ dazu an, sich im Rollenspiel entweder in versklavte indische Wanderarbeiter oder in deren Arbeitgeber, die diese in Abhängigkeit und prekären Lebensbedingungen halten, oder in Vertreter einer Hilfsorganisation hineinzuversetzen. So wurden komplexe Probleme, für die es selbst mit reichlich Spenden keine einfachen Lösungen gibt, ahnend erfahrbar.

Der 9. Lutherische Kirchentag endet am heutigen Sonntag mit dem Abschlussgottesdienst. Auch die Stände auf dem Markt der Möglichkeiten werden noch einmal geöffnet sein.

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Ein Bericht von selk_news /
Redaktion: SELK-Gesamtkirche /
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