Gemah Ballah (Liberia) zu Gast in Deutschland | 07.06.2018

Aus Liberia: Pastor Gemah Ballah zu Gast in Deutschland
Einladung vom Diasporawerk in der SELK - Gotteskasten e.V.

Lübeck, 7.6.2018 - selk - Auf Einladung des Diasporawerks in der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) - Gotteskasten e.V. - war der lutherische Pastor Gemah Ballah aus Voinjama/Lofa County/Liberia vom Pfingstmontag, 21. Mai, bis zum 3. Juni in Deutschland zu Gast. Der 1. Vorsitzende des Diasporawerks, Prof. i.R. Dr. Werner Klän (Lübeck), begleitete seinen ehemaligen Studenten (Lutheran Theological Seminary in Tshwane, Pretoria, Südafrika) während dieser Zeit.

Nach der Ankunft in Frankfurt/Main war die erste Station Ballahs die Lutherische Theologische Hochschule der SELK in Oberursel. Dort hielt er einen ersten Vortrag über seine Arbeit in Gemeinde und Kirche. Er berichtete bewegend von Maßnahmen, die Gemeindeglieder, darunter seine Frau, eine Krankenschwester, und er selbst während der Ebola-Epidemie in entlegenen Dörfern Nord-Liberias ergriffen hatten. Dazu zählten Aufklärung über die Krankheit und über die Ansteckungsgefahr, die Einweisung in Hygienemaßnahmen sowie die Verteilung von Hilfsgütern und Desinfektionsmitteln. Diese Hilfen wurden maßgeblich über das Diakonische Werk der SELK und das Diasporawerk finanziert. "Man muss sich vorstellen, dass es oft nur ein Eimer mit frischem Wasser und Desinfektionsmittel waren", erklärt Klän.

Waisenkinder, deren Eltern Opfer der Epidemie geworden waren, wurden in Familien zur Betreuung gegeben. Um sie auszubilden, hat Ballah inzwischen eine Schule gegründet, an der mehr als 150 Schülerinnen und Schüler von acht Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet werden. Der Bau der Schule wurde zu großen Teilen aus Mitteln des Diasporawerks bestritten. Der Lehrplan entspricht dem der staatlichen Schulen; der Religionsunterricht liegt aber in der Hand kirchlich gebundener Kräfte. Im Aufbau befindet sich derzeit eine Klinik zur medizinischen Grundversorgung; der Rohbau steht. Auch hier beteiligt sich das Diasporawerk maßgeblich an der Finanzierung.

Hinzu kommt die wöchentliche Radio-Ausstrahlung einer Missionssendung über einen regionalen Sender. Diese Arbeit wird von der Faith Community - Lutheran Church, einer Gemeinde der Lutherischen Kirche-Missouri-Synode in Las Vegas/Nevada unterstützt. Durch diese Sendungen kommt Ballah in Verbindung mit Menschen, die mehr von der biblischen Botschaft erfahren wollen. So entstehen kleine lutherische Gruppen in Gegenden, in denen es zuvor gar keine Kirche gab.

Der Reiseplan von Ballah und Klän führte sie von Oberursel aus nach Worms und Mainz. Ein Höhepunkt des Deutschlandaufenthalts war Ballahs Workshop auf dem 9. Lutherischen Kirchentag der SELK in Erfurt am 26. Mai. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren außerordentlich beeindruckt von der Vielfalt der Aktivitäten, die diese Gemeinde unternimmt, und von der Einsatzbereitschaft, die sie an den Tag legt - mit deutlicher, lutherisch-kirchlicher Grundlage und klarem Blick für die geistlichen, aber auch leiblichen Nöte der Landsleute, um die sich sonst kaum jemand kümmert.

Ähnlich bewegte Rückmeldungen gab es nach einem Gemeindeabend in der St. Petri-Gemeinde in Stelle am 30. Mai. Am folgenden Tag kam es zu einer Erstbegegnung und Aussprache im Zentrum der Lutherischen Kirchenmission (LKM | Bleckmarer Mission) der SELK mit dem LKM-Mitarbeiter Pastor Martin Benhöfer.

Am 2. Juni war Ballah Gast in der Vorstandssitzung des Diasporawerks, in der die Mitgliederversammlung in der St. Mariengemeinde in Berlin-Zehlendorf vorbereitet wurde. Die Vorstandsmitglieder, die Ballah bisher nicht persönlich kannten, waren gleichfalls ergriffen von der Berichterstattung. Sie brachten zum Ausdruck, dass sie seine Arbeit weiterhin nach Kräften unterstützen wollen. Spenden sind möglich über das Konto des Diasporawerkes bei der Postbank Dortmund, IBAN: DE 07 4401 0046 0109 2504 67, Stichwort "Liberia".

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Ein Bericht von selk_news /
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