Regionales Missionsfest Saar/Pfalz/Rhein-Neckar | 08.06.2018

Regionales Missionsfest Saar/Pfalz/Rhein-Neckar
SELK: Missionar Hugo Gevers zu Gast in Landau

Landau, 8.6.2018 - selk - Zu einem gemeinsamen Missionsfest an Himmelfahrt hatte die Katharinengemeinde Landau der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) die SELK-Gemeinden der Region Saar/Pfalz/Rhein-Neckar in die Südpfalzmetropole eingeladen. Zahlreiche Gemeindeglieder und Gäste nahmen mitunter lange Anfahrtswege auf sich, um aus Spiesen-Elversberg, Saarbrücken, Walpershofen, Ottweiler-Fürth, Kaiserslautern, Heidelberg, Mannheim und Crailsheim anzureisen und in der Katharinenkapelle der gastgebenden SELK-Gemeinde das gemeinsame Fest zu feiern. Als besonderer Gast war Missionar Hugo Gevers aus Leipzig eingeladen worden, der die Predigt im Festgottesdienst übernahm und am Nachmittag einen Einblick in seine missionarische Arbeit unter Iranern gab.

Der Gottesdienst wurde von Chor, Blechbläsern, Klavier und Gitarren musikalisch begleitet. Dafür hatten sich eigens für diese Veranstaltung Musizierende aus den beteiligten Gemeinden spontan zusammengefunden. Die gute Akustik der Katharinenkapelle trug ihren Teil dazu bei, die Zuhörerinnen und Zuhörer zu erfreuen. Die Katharinenkapelle, die als eine der ältesten Kirchen Landaus gilt, wurde bereits im 14. Jahrhundert als Beginenkloster errichtet und durchlebte eine wechselvolle deutsch-französische Geschichte. Seit fast 60 Jahren feiert die Landauer SELK-Gemeinde dort ihre Gottesdienste.

Mittags wurde ein umfangreiches Buffet aus Herzhaftem, Desserts und Kuchen bereitgestellt. Unter der Koordination von Ortspfarrer Jürgen Wienecke war eine Vielzahl an Speisen und Köstlichkeiten aus den Gemeinden zusammengetragen worden. So konnte die kulinarische Bandbreite aus Südwestdeutschland bis hin in die Schweiz gekostet werden.

In seinem Vortrag am Nachmittag berichtete Missionar Gevers zusammen mit einer kleinen mitgereisten Delegation aus persischen und US-amerikanischen Mitarbeitenden von den Projekten rund um "Die Brücke" und die Lukaskirche in Leipzig, um Räume für Geflüchtete zu bieten. Die Flucht betreffe nicht nur die räumliche Dimension: Sie mache etwas mit den Flüchtenden, bringe unter anderem sprachliche, kulturelle und soziale Herausforderungen mit sich und präge die Arbeit der Mitarbeitenden. Vielfältige Angebote für Räume der Begegnung werden initiiert. Besonders eindrücklich berichtete der Referent von einem Passionsspiel, das persische Christinnen und Christen pantomimisch in einem deutschen Gottesdienst aufgeführt haben. Dadurch konnte auch ohne Sprache das Evangelium verkündigt und die Sprachbarriere überwunden werden. So entstehen auf beindruckende Art neue Räume für das Evangelium. "Denn siehe, ich will ein Neues schaffen", beschloss Gevers, bezugnehmend auf das Bibelwort aus dem Jesajabuch, Kapitel 43, Vers 19.

"Es ist schön, etwas über die missionarischen Entwicklungen in Deutschland zu erfahren, und ich freue mich, Christen zu begegnen und Menschen aus meiner Nachbargemeinde kennenzulernen", resümierte eine Teilnehmerin. Aufkommende Regenschauer hatten dafür gesorgt, dass der Außenbereich nicht genutzt werden konnte und man in der Katharinenkapelle - als Raum der Begegnung - noch etwas enger zusammenrückt war.

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Ein Bericht von selk_news /
Redaktion: SELK-Gesamtkirche /
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