ACK-Mitgliederversammlung in Ludwigshafen | 20.09.2018

Einsatz für verfolgte Christen stärken
SELK auf ACK-Mitgliederversammlung vertreten

Ludwigshafen (Rhein), 20.9.2018 - ack/selk - Wie ist Gotteserfahrung möglich? Wirken die veränderten Lebensgeschichten der heutigen Menschen auf die Kirchen zurück? Diese und andere Frage standen im Fokus eines Studientages, den die rund 50 Delegierten der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) am gestrigen Mittwoch im Heinrich-Pesch-Haus in Ludwigshafen beschäftigte. Bischof Hans-Jörg Voigt D.D. (Hannover) vertrat die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche (SELK) auf dem Studientag und der Mitgliederversammlung, die gestern direkt im Anschluss an den Studientag im Ludwigshafener Henrich-Pesch-Haus begann und heute zu Ende ging.

An welchen Punkten begegnen Menschen in ihrer Lebensgeschichte Gott? Wie wirken sich diese Erfahrungen auf die Kirchen aus? Was bedeutet das für die ökumenische Gemeinschaft? Diesen Fragen stellten sich die Delegierten der Mitgliederversammlung der ACK auf dem Studientag. Der Tag greift die Studie des Deutschen Ökumenischen Studienausschusses (DÖSTA) "Die Frage nach Gott heute" auf, die bereits im Jahr 2017 veröffentlicht wurde. In einem einleitenden Vortrag zu Lebensgeschichte und Gotteserfahrungen beleuchtete Professorin Dr. Dorothea Sattler, Leiterin der Ökumenischen Instituts an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, diese Fragen bereits in einem ökumenischen Kontext. Anschließend vertieften die Delegierten in Arbeitsgruppen die Frage nach Gottesbegegnungen im Alltag, in der Kirche sowie in Grenzsituationen. Bischof Voigt äußerte in der Plenardebatte, dass ihn der Gedanke, die je eigene Glaubensbiografie in den Blick zu nehmen und diese auch für die Seelsorge fruchtbar zu machen, überzeugt habe. Gleichwohl könne dieser Blickwinkel die Kirchengeschichte als Geschichte der Auslegung der Heiligen Schrift nicht ersetzen, jedoch sinnvoll ergänzen.

In einem Gespräch mit Priester Heiki Huttunen (Brüssel), dem Generalsekretär der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK), informierten sich die Delegierten über die Situation der Kirchen in Europa und die Zukunft der KEK und der europäischen kirchlichen Organisationen.

In einer festlichen Andacht wurde die Kirche des Nazareners als Gastmitglied der ACK auf Bundesebene aufgenommen. Die Kirche des Nazareners entstammt einer Tradition um den englischen Erweckungsprediger John Wesley (1703-1791).

Intensiv wurde die Situation verfolgter Christen weltweit beraten. Der leitende Geistliche der syrisch-orthodoxen Kirche in Deutschland, Erzbischof Mor Dr. Julius Hanna Aydın, richtete einen Appell an die Mitgliederversammlung, die bedrängten Brüder und Schwestern im Nahen Osten nicht zu vergessen. Auch finanzielle Hilfe sei notwendig. Der Vorstand der ACK wird sich erneut mit diesem Thema beschäftigen und Vorschläge unterbreiten.

Zum Abschluss der Mitgliederversammlung kam es zu einem Gespräch mit den religionspolitischen Sprecherinnen und Sprechern der Parteien im Bundestag Dr. Lars Castellucci MdB (SPD), Dr. Stefan Ruppert MdB (FDP), Christine Buchholz MdB (Die Linke) und Volker Münz MdB (AfD).

Die Mitgliederversammlung ist das oberste, beschlussfassende Leitungsorgan der ACK. Sie besteht aus den 50 Delegierten der Mitglieder, Gastmitglieder sowie ständigen Beobachter, die von den Kirchen für die Dauer von fünf Jahren benannt werden. Die Mitgliederversammlung der ACK tagt in der Regel zweimal jährlich, im Frühjahr und im Herbst. Die SELK ist Vollmitglied der ACK auf Bundesebene.

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Ein Bericht von selk_news /
Redaktion: SELK-Gesamtkirche /
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