APK-Ausschuss zur Frage der Ordination von Frauen tagte | 01.11.2018

Weiterarbeit an der Frage des Ordination von Frauen
SELK: APK-Arbeitsausschuss tagte in Hannover

Hannover, 1.11.2018 - selk - Der vom 13. Allgemeinen Pfarrkonvent (APK) der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) 2017 eingesetzte Arbeitsausschuss zum Thema "Ordination von Frauen" tagte am 29. und 30. Oktober im Kirchenbüro der SELK in Hannover. Die fünf in den Ausschuss gewählten Pfarrer haben zwei Pastoralreferentinnen in die Arbeit eingebunden: Barbara Hauschild und Dr. Andrea Grünhagen.

Die SELK hat in ihrer Grundordnung festgelegt, dass das Amt der Wortverkündigung und Sakramentsverwaltung nur Männern übertragen werden kann, und befindet sich seit längerer Zeit in einem Beratungsprozess über diese Regelung.

Der Auftrag des APK an den Arbeitsausschuss lautet, eine Lösung in der Frage der Ordination von Frauen zu finden, dabei neue Verfahren zu entwickeln und noch einmal in besonderer Weise hörbereit und ergebnisoffen anzusetzen. Nach Möglichkeit sollen Angebote zur Beschäftigung mit dem Thema für Gemeinden und Pfarrern entwickelt werden.

In seiner zweiten Arbeitssitzung sichtete der Ausschuss zunächst die bisherigen Beratungen und Entscheidungen zum Thema seit der Gründung der SELK im Jahr 1972. Gewürdigt wurden besonders die hart errungenen Kompromisse, die in den vorangegangenen Arbeitsausschüssen zur Frage der Ordination von Frauen vorbereitet wurden.

Im Anschluss begann der Ausschuss mit der Lektüre und Besprechung zentraler Bibelstellen, die in der Diskussion um die Zulässigkeit der Ordination von Frauen immer wieder genannt werden. Des Weiteren sind erste Überlegungen angestellt worden, wie der Ausschuss seine Arbeit in die Gemeinden der SELK hinein vermitteln kann.

Die Teilnehmenden hoben hervor, in welch "konzentrierter, hörbereiter und theologisch-lustvoller Atmosphäre" die Arbeit vorangeht. Dass es dem Ausschuss gelingt, die verschiedenen, teils konträren Meinungen in dieser Frage vorsichtig miteinander ins Gespräch zu bringen und dabei die eigene Irrtumsfähigkeit nicht auszuschließen, ist in den Augen der beteiligten Pastoralreferentinnen und Pfarrer nicht hoch genug einzuschätzen.

Das nächste Treffen ist im Frühjahr 2019 in Hannover geplant.

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Ein Bericht von selk_news /
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