130. Kirchweihfest der Zionskirche in Soltau | 22.11.2018

Deutliche Sprache und eine winzige scharfe Zäsur
SELK: 130. Kirchweihfest der Zionskirche in Soltau

Soltau, 22.11.2018 - BZ/selk - Am Zehnten eines jeden Monats stellt die Zionsgemeinde Soltau der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) etwas Besonderes auf die Beine, diesmal ein festliches Konzert anlässlich des 130. Kirchweih-Jubiläums. Unter der Leitung von Antje Struckmann musizierten der Kirchenchor, der Posaunenchor (Solo: Svea Struckmann), Simon Andreas (Cajon und Egg-Shaker) und Mathias Hartmann (Klavier und Orgel). In fünf Teilen, jeweils eingeleitet durch Gemeindepfarrer Peter Rehr, gestalteten sie das Konzert als musikalischen Gottesdienst.

Nach dem "Ankommen" mit festlichen Bläserklängen und einem Chorsatz zu "Tut mir auf die schöne Pforte" eröffnete der Jazz-Kanon "Heute feiern wir Geburtstag" den zweiten Teil "In der Kirche zu Hause". Die Bläser spielten "Vorbei sind die Tränen" von Wolfgang Teichmann so beschwingt, wie es dem Text entspricht. An die Anfänge evangelischer Kirchenmusik erinnerte die archaisch anmutende Orgel-Canzona BWV 588 von Johann Sebastian Bach. Der Chor sang lupenrein a cappella "Du bist mein Zufluchtsort" von Michael Ledner und Michael Schlierf. Die deutliche Sprache und eine winzige scharfe Zäsur in "Ich sage: Ich bin stark" nahmen diesem Lied jegliche Gefühlsduselei.

Der dritte Teil "Dank und Lob" begann mit der Arie "Bist du bei mir" BWV 508 von Johann Sebastian Bach. In tiefer Lage musizierte die Solo-Posaune ihr inniges Lied vom friedvollen Sterben zu der sparsam registrierten Orgel. Ganz andere Register zog der Chor, begleitet von Klavier und Cajon, mit dem fetzigen "All Praises Be" von Michael Keding. Der Schluss - nach kurzer Pause ein instrumentales "Rumms" - sorgte für stürmischen Applaus. Schwungvoll wehmütig-tänzerisch spielten die Bläser die Rumba del Camino von Friedrich Veil. Im vierten Teil "Ruhe und Vertrauen" sangen alle zur Orgel "Befiehl du deine Wege". Der folgende Gospel "Here I am to Worship" von Michael Keding begann verhalten, um von Strophe zu Strophe aufzublühen mit rasanter Klavier- und Percussion-Begleitung, bis der wunderbare A-Cappella-Schluss das gesungene Wort ganz in den Vordergrund stellte: "Here I am to say that you're my God ."

Der Zeitpunkt für den Applaus war gut gewählt vor dem letzten Block "Gebet und Segen". Am Ende stand der Chorsatz "Herr, sei gnädig" von Felix Mendelssohn Bartholdy. Herrlich dynamisch und präzise griffen die Stimmen ineinander mit ihrer Bitte "Schreibe dein Gebot in das Herz, das dich suchet".

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Ein Bericht von selk_news /
Redaktion: SELK-Gesamtkirche /
Quelle: Böhme-Zeitung Soltau (14.11.2018)
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