Bethlehem Voices und Band in Hannover | 22.04.2016

Gottes wohltuende und ansteckende Menschenfreundlichkeit
SELK: Bethlehem Voices und Band begeistern in Hannover

Hannover, 22.4.2016 - selk - Als nach 75 Minuten die 14 Chorstücke gesungen und mittendrin das instrumentale "Silverlining" der Chorband erklungen waren, erklatschten sich die zahlreichen Zuhörerinnen und Zuhörer in der Bethlehemskirche der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) in Hannover beim Konzert der Bethlehem Voices am heutigen Abend eine Zugabe.

Sie hätten vielleicht schon im Programm gesehen, dass der Chor noch zwei Stücke als Zugaben vorbereitet habe, so Chorleiterin Susanne Gieger augenzwinkernd, denn dort waren wie zu allen anderen Stücken die Texte abgedruckt, freilich ohne Werkangaben - als Entgegenkommen an den Berichterstatter, etwas zum Kritisieren zu finden.

Und dann zeigte dieser Zugabenteil komprimiert noch einmal die doppelte Bipolarität der Darbietungen überhaupt: Dass Chor und Band ruhig und eingängig - so im Abendsegen "Angels" - ebenso können wie schnell, kraftvoll und mitreißend - so im "Rausschmeißer" (Gieger), "Accept one another", und dass vom bedingungslosen Zuspruch der Menschenfreundlichkeit Gottes - "Engel wachen über mich, wachen auch über dich" - ebenso zu musizieren war wie von der die Menschen ihrerseits ansteckende Menschenfreundlichkeit - "Nehmt einander an".

"Willkommen im TrostReich", hatte Susanne Gieger im Eingangsteil des Konzertes den Zuhörenden zugerufen - und das Motto des Konzertes verräumlicht. Und trostreich ging es zu, eben in diesen beiden Bedeutungen, die menschenfreundliche Zuwendung Gottes zu erfahren ("Wir sind nicht allein, Gott ist mit uns.") und anderen an ihr Anteil zu geben, wovon eindrucksvoll auch eine szenische Darstellung handelte: Erstmals in der Geschichte der 1999 in der Bethlehemsgemeinde der SELK in Hannover gegründeten, dort auch beheimateten, aber übergemeindlich-ökumenischen Bethlehem Voices wurde ein Anspiel in das Konzert integriert. Dargestellt wurde - nach einer Erzählung von Leo N. Tolstoi - die Geschichte vom Schuster Martin, der meint, Gott und er stünden "nicht gut miteinander" und dem Gott in verschiedenen bedürftigen Menschen begegnet, denen Martin wie selbstverständlich und im Einklang mit Gottes Menschenfreundlichkeit hilft.

Die Höhepunkte des Konzertes von Chor und Band? Der Intensität des allerdings ohnehin reichlich gewährten Applauses nach zu urteilen das proklamierend-jubilierende "Der König lebt", die mitreißend-kompakte Anbetung "You are holy", der mit allen Registern dargebotene Lobpreis "Blessed be your name" und am Ende erwähnter "Rausschmeißer" - "Accept one another". Aber auch weitere Höhepunkt gab es, so besonders auch an der Nahtstelle des dem Eingangsteil mit bibeltextgebundenen Stücken folgenden Teils, der auf die Passionszeit im Kirchenjahr zurückgriff, zum dritten und letzten Teil, der österlich und vom Lobpreis Gottes bestimmt war: Ebenso inhaltsreich wie musikalisch äußerst intensiv verband "Zwischen Himmel und Erde" das Leiden Christi mit der "Zerrissenheit aus dem Weg zu dir in dieser Zwischenzeit", ehe es österlich wurde mit "Der König lebt" - Lobliedgut vom Feinsten!

Zwischen Passion und Ostern hatten Chor und Band noch den ureigensten Stoff des Gospelchores aufblitzen lassen und - bereichert durch Saxophonklänge - aus der "Missa in Jazz" das zunächst verhaltene, dann sich entladende Kyrie ("Herr, erbarme dich") und das beinahe überbordend-spielerische "Gloria" ("Ehre sei Gott in der Höhe") musiziert - gottesdienstliche Elemente, denen später noch eine dichterische Vaterunser-Fassung folgte. Dabei war die Konzertgemeinde eingeladen, in das Gebetslied einzustimmen.

Stücke mit Ohrwurmpotenzial gibt es immer in den Konzerten der Bethlehem Voices - diesmal dürfte dabei knapp vor "You are holy" das bewegt-bewegende "Don't be overcome by evil" ("Lass dich nicht vom Bösen überwinden") zu nennen sein.

Und schließlich: Da musizieren die 25 Sängerinnen und Sänger mit ihrer Leiterin und der dreiköpfigen Band mit ansteckender Bewegung in überzeugender Darbietung nichts anderes als reinstes Christusbekenntnis, so etwa in dem mit anrührender Schlichtheit verkündigten "Forever/The nails in your hand" ("Für immer/Die Hände durchbohrt"): "Ich bekenne dir: Für immer will ich dir folgen, mein Herr, für immer nur dir gehör'n, dir gehör'n."

Welche weitere Wirkung das nun entfalten wird: Stark ist es allemal!

Das Konzert wird am Sonntag, 24. April, in der Apostelkirche der SELK in Lehrte-Arpke wiederholt, Beginn ist dann 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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Redaktion: SELK-Gesamtkirche /
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