Kirchenbezirk mit neuer Leitung | 01.05.2016

Wahlmarathon im Westen
SELK: Bezirkssynode Rheinland-Westfalen mit neuer Leitung

Radevormwald, 1.5.2016 - selk - Mit einem Marathon von insgesamt zwölf Wahlen und der gottesdienstlichen Einführung der neuen Amtsträger und Beauftragten ging gestern die Synode des neugebildeten Kirchenbezirks Rheinland-Westfalen der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) in Radevormwald zu Ende. Die gesamte Leitung des Kirchenbezirks wurde auf der Basis der im Februar verabschiedeten neuen Bezirksordnung neu gewählt.

Pfarrer Burkhard Kurz (Dortmund) wurde zum Superintendenten gewählt und vom stellvertretenden Bischof der SELK, Propst Klaus-Peter Czwikla (Spiesen-Elversberg), in sein Amt eingeführt. Es assistierten die Pfarrer Bernd Hauschild (Bochum), Klaus Pahlen (Essen) und Gerhard Triebe (Düsseldorf).

Daraufhin führte Kurz die übrigen neu gewählten Leitungspersonen und Beauftragten in ihr jeweiliges Amt ein: Triebe als Stellvertreter des Superintendenten, als Mitglieder im Bezirksbeirat (BBR): Matthias Leube (Düsseldorf | Präses der Synode), Hauschild (Pastor im BBR), Hans-Ulrich Pebler (Dortmund | Finanzen), Stefanie Krüger (Münster) und Wolfgang Thiele (Köln), Pebler als Bezirksrendant, Pfarrer Hinrich Schorling (Witten) als Jugendpastor, Sigrid Groß (Unna) als Bezirksbeauftragte für die Diakonie, Bärbel Hein (Witten) als Bezirksbeauftragte für den Diakonisch-Missionarischen Frauendienst und Superintendent i. R. Walter Hein (Witten) als Bezirksbeauftragter für die Mission. Berit Otto (Bochum) vertritt kommissarisch die Bezirksbeauftragte für Kindergottesdienstarbeit.

Zwischen den Wahlen, als die Wahlzettel ausgezählt wurden, hörte die Synode die Kassenberichte der Vorgängerbezirke für das Jahr 2015 und entlastete die ehemaligen Bezirksrendanten und die Bezirksbeiräte. Eine intensive Diskussion über die Verwendung der Überschüsse aus den bisherigen Jahren ergab, dass die Gelder in der Kasse des neuen Bezirks verbleiben und der ursprünglichen Zweckbestimmung entsprechend verwendet werden sollen. Die anschließende Haushaltsplanung ergab, dass ein Teil der Überschüsse die höheren Ausgaben zur personellen Unterstützung des Superintendenten und des Jugendpastors im Jahr 2016 ausgleichen soll. Die finanziellen Erwartungen an die Gemeinden bleiben zunächst auf dem Niveau von 2015, ändern sich also nicht.

Nach Abschluss des geschäftlichen Teils der Synode hielt Prof. Dr. Achim Behrens von der Lutherischen Theologischen Hochschule Oberursel der SELK einen kurzweiligen Vortrag zum Thema "Konfusion und Konfession - was heißt ,lutherisch' heute?" Behrens stellte dar, dass es zur (Er-)Klärung des lutherischen Profils nicht reiche, gegen dieses oder jenes zu sein, was man an anderen Kirchen kritisiere. Um eine eigene Identität aufzubauen, bedürfe es einer positiven Darstellung dessen, was aufgrund des Studiums der Bibel und der Bekenntnisschriften der lutherischen Kirche gesagt werden könne. Es gehe darum, einen Schatz neu zu entdecken: die Kirche Jesu Christi, denn nichts anderes sei die lutherische Kirche. "Die Menschen, die in unsere Gemeinden kommen, sollen Christus kennenlernen, zum Glauben finden!" sagte Behrens. Die Selbstvergewisserung über Christus finde man nicht im Wald, sondern im gemeinsamen Lesen der Bibel und im gottesdienstlichen Gebrauch der Sakramente. Zum Schluss fasste Behrens zusammen: "Lutherisch ist nicht eine bestimmte konservative oder bürgerliche Lebensform, sondern hat zum Zentrum den Glauben an die Rechtfertigung des Sünders aus Gnaden um Christi willen durch den Glauben, der sich im lutherischen Bekenntnis gesprächsfähig ausdrückt." Es sei die bleibende Aufgabe der Kirche, diesen Schatz einzubringen "in die Ökumene und in die Gesellschaft, in der das Interesse an Glaubensdingen wieder wächst."

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