SELK-Theologen bei Seminar in Belarus | 02.05.2016

Theologisches Seminar in Weißrussland
SELK-Theologen lehren in Bobruisk

Bobruisk (Weißrussland), 2.5.2016 - selk- Vom 21. bis zum 23. April kamen im weißrussischen Bobruisk 15 Pastoren, Diakone und Gemeindeleiterinnen aus fast allen Gemeinden der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche in der Republik Belarus (SELKRB) zu einem theologischen Seminar zusammen.

Tagungsort war ein Gästehaus einer großen Firma der holzverarbeitenden Industrie, das Präses Wladimir Meyerson, der selbst in Bobruisk wohnt, organisiert hatte. In mehreren Einheiten führte Pfarrer Dr. Armin Wenz (Halle/Saale) von der deutschen Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) durch die schrift- und bekenntnistheologischen Grundzüge einer lutherischen Lehre von der Kirche. SELK-Pfarrvikar Sergius Schönfeld (Wolfsburg) sorgte für die fachkundige Übersetzung ins Russische. Die Teilnehmenden, von denen einige wenige in den USA oder am Seminar der evangelisch-lutherischen Kirche in Ingrien studiert haben, zeigten durch ihre Rückfragen ein tiefes Verständnis für die theologischen Fragestellungen und deren praktische Relevanz. Schönfeld konnte daran mit einem eigenen Unterrichtsblock zum Thema "Gemeindeaufbau" anknüpfen, wobei er auch das Projekt "Geistliche Arbeit unter Russischsprechenden" in Anbindung an seine Wolfsburger St. Michaelsgemeinde vorstellte.

Organisiert und geleitet hatte die mit dem PKW angetretene Reise SELK-Pfarrer i.R. Hans-Georg Walesch (Allendorf/Lumda), der zum 17. Mal die weißrussischen Freunde besuchte. Zur Reisegruppe gehörte mit Hilda Vogt (Weißwasser) auch ein des Russischen mächtiges Gemeindeglied aus der Klittener SELK-Gemeinde, die enge Beziehungen nach Weißrussland pflegt. Die vierköpfige Reisegruppe nahm am Sonntag noch am Gemeindegottesdienst in Bobruisk teil, in dem Schönfeld die russische Predigt hielt und Pfarrer Sergej Heil (Lida) als Liturg mitwirkte. Im Anschluss an den Gottesdienst übermittelte Walesch Grüße von SELK-Bischof Hans-Jörg Voigt D.D. (Hannover) sowie von SELK-Altbischof Dr. Diethardt Roth (Melsungen) im Namen des Vereins Humanitäre Hilfe Osteuropa e.V., der zum Diakonischen Werk der SELK gehört. Während die vierköpfige Reisegruppe danach den langen Heimweg nach Deutschland antrat, tagte in Bobruisk die Synode der SELKRB.

Haupttagesordnungspunkt war die Wahl eines neuen Präses, da Präses Meyerson (82) dieses Amt in jüngere Hände legen wollte. Die Synode wählte Pfarrer Heil zum neuen Präses der SELKRB. Die Einführung soll im Laufe des Jahres vollzogen werden. Hinsichtlich der theologischen Fortbildung äußerten die Teilnehmenden einmütig den Wunsch, diese zu einer regelmäßigen Einrichtung werden zu lassen. Mehrfach wurde die große Dankbarkeit gegenüber dem Verein Humanitäre Hilfe Osteuropa e.V. und gegenüber dem Diasporawerk der SELK auch für die zugesagte Unterstützung in diesem Bereich zum Ausdruck gebracht.

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