Reformation: Vortrag in Marburg | 30.06.2016

"Gottes Wort ist Ort, wo Gott wohnt"
SELK: Werner Klän referierte in Marburg

Marburg, 30.6.2016 - selk - Unter der Themenüberschrift "Gottes Wort ist der Ort, wo Gott wohnt" referierte am 17. Juni Prof. Dr. Werner Klän von der Lutherischen Theologischen Hochschule Oberursel der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) in der Auferstehungskirche der SELK in Marburg. Es war der dritte Vortrag in der Reihe "Reformatorische Themen im Vortrag und in der Musik" des Pfarrbezirks Marburg.

Eindrücklich führte Klän in das Thema ein. Schon die ersten Sätze des Alten Testamentes und auch der Anfang des Johannesevangeliums hätten mit dem "Wort" zu tun. Das schöpferische Wort Gottes und das neutestamentliche "... und Gott war das Wort" zeigten die theologische Wichtigkeit des Wortes. Das von Gott gesprochene Wort werde zum geschriebenen Wort der Bibel und dieses geschriebene Wort werde dann wieder durch die Predigt zum gesprochenen Wort Gottes. Dieses Wort müsse sich immer wieder an dem geschriebenen Bibelwort orientieren. Luther habe seinen Studenten geraten, "dass du nicht überdrüssig werdest oder denkest, du habest es ein- oder zweimal und damit schon genug gelesen, gehört, gesagt und verstehst es damit bereits von Grunde auf."

"Besonders beeindruckend war zu erleben, wie Klän ein theologisch nicht ganz einfaches Thema für die Zuhörenden spannend und lebensnah erklärte", so Ralf Wicke vom gastgebenden Pfarrbezirk. So sei deutlich geworden, dass die besondere Verbindung von Gottes Wort und sichtbaren Zeichen für die Christen in den Sakramenten erfahrbar werde. Gottes Zuspruch und seine liebende Verbindung machten das Wort lebendig und stellten den Menschen durch den Heiligen Geist hinein in den Bereich des heilvoll-rettenden Handelns des dreieinigen Gottes. "Durch viele Zitate Luthers wurde klar, dass manche Fragen unserer heutigen Zeit nicht weit weg sind von der Zeit des Reformators", so Wicke.

Ehe der Abend mit einem gemütlichen Teil ausklang, wurden noch Fragen in einer Gesprächsrunde geklärt. Die zum Teil weiter angereisten Zuhörenden interessierte besonders die differenzierte Unterscheidung der Lehre vom Wort Gottes in der lutherischen Theologie zum Fundamentalismus.

Die Reihe der reformatorischen Themen in Marburg wird am 23. September mit SELK-Diakoniedirektorin Barbara Hauschild (Dortmund) und dem Thema "Nun gibt es keinen größeren Gottesdienst als die christliche Liebe - Luther und die Diakonie" fortgesetzt.

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