SELK-Hochschule beginnt die Vorlesungszeit


Mit einem Gottesdienst in der örtlichen St.-Johannes-Kirche eröffnete die Lutherische Theologische Hochschule Oberursel (LThH), die von der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) getragen wird, am 20. Oktober die Vorlesungszeit des Wintersemesters 2020/21.


Oberursel

In seiner Predigt nahm der Rektor, Prof. Dr. Christoph Barnbrock, in Auslegung einer biblischen Heilungsgeschichte unter anderem Bezug auf die derzeit geltenden Kontakteinschränkungen und stellte demgegenüber heraus, wie Jesus bei der Heilung eines Aussätzigen diesen berührt und so alle Distanzen überwunden habe. Zwar sei es nicht angemessen, leichtfertig die geltenden Kontaktbeschränkungen außer Acht zu lassen, aber es sei doch tröstlich, dass Jesus Christus sich durch nichts habe davon abhalten lassen, die Distanz zwischen Gott und uns Menschen zu überwinden. Nicht einmal die kleinste Restdistanz sei geblieben. Der Gottesdienst ist auf dem YouTube-Kanal der Hochschule als Aufzeichnung zu finden: https://youtu.be/DIfhrTcY8nU.

An den Gottesdienst schloss sich die Vorstellung der Lehrveranstaltungen an, diesmal aus Gründen des Infektionsschutzes ebenfalls in der St.-Johannes-Kirche. Zu den Angeboten dieses Semesters gehören neben den Veranstaltungen der Professoren und Sprachlehrerinnen und Sprachlehrer unter anderem auch Übungen von Pfarrer Dr. Armin Wenz und Missionsdirektor Roger Zieger. Die bestbesuchte Lehrveranstaltung ist erneut die Bibelkunde-Übung, in der die Teilnehmenden, unter Leitung des wissenschaftlichen Assistenten Niklas Brandt, die prophetischen Bücher des Alten Testaments lesen und in ihrer Grundstruktur und ihrem Grundanliegen kennenlernen. Zwei andere Lehrveranstaltungen in diesem Semester ergänzen sich gegenseitig: Prof. Dr. Gilberto da Silva führt in einer Vorlesung in die „Geschichte der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK)“ ein. In einer weiteren Übung beleuchtet Pastoralreferentin Dr. Andrea Grünhagen als Gastdozentin „Das Verhältnis von Erweckung und lutherischem Bekenntnis in der Vorgeschichte der SELK“. Über den eigenen Tellerhand hinaus schauen unter anderem die Lehrveranstaltungen „Einführung ins Judentum“ mit Dr. Walburga Zumbroich und „Trauer und Trauma in Seelsorge und Psychotherapie“ mit Bischof Hans-Jörg Voigt D.D. und Dr. Gudrun Schätzel.

Angesichts der Tatsache, dass im Hochtaunuskreis die Sieben-Tage-Inzidenz von Coronafällen deutlich über 50 liegt, findet der Semesterstart unter erhöhten Hygieneauflagen statt. Trotzdem sei man dankbar, so Barnbrock gegenüber selk_news, dass in diesem Semester der Präsenzunterricht wieder möglich sei. Zugleich seien die guten Erfahrungen mit Online-Lösungen aus dem Sommersemester hilfreich, um bei Bedarf auf eine Alternativlösung zurückgreifen zu können, falls der Präsenzunterricht in dieser Form in den nächsten Wochen nicht mehr möglich sein sollte.

Im Wintersemester sind 22 Studierende an der LThH eingeschrieben. Unter ihnen sind drei Studenten aus dem Raum der SELK, die in diesem Wintersemester neu mit dem Theologiestudium begonnen haben.

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