Reformationsgedenken eröffnet | 13.02.2017

Ausstellungsbeginn und Bläservesper
SELK: Reformationsgedenken des Kirchenbezirks in Berlin eröffnet

Berlin, 13.2.2017 - selk - Am gestrigen Sonntag eröffnete der Kirchenbezirk Berlin-Brandenburg der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) seine Feiern zum 500-jährigen Reformationsjubiläum in den Räumen der Mariengemeinde in Berlin-Zehlendorf. Prof. i.R. Dr. Ernst Koch aus Leipzig, emeritierter Honorar-Professor für Kirchengeschichte an der Theologischen Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität in Jena und Gastdozent an der Lutherischen Theologischen Hochschule der SELK in Oberursel, hielt einen Vortrag zum Thema "Die Bibel - das Wort Gottes aus der Perspektive Martin Luthers". Luther, so Koch, sehe die Heilige Schrift als Anrede an den Menschen trinitarisch. Sie sei Wort des einen Gottes und doch auch stets das des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Durch die große Zahl Interessierter musste der Vortrag in die Kirche verlegt werden.

Im Anschluss wurde eine Buchausstellung unter dem Titel "Was bringt uns die Reformation nach 500 Jahren?" durch den emeritierten Bischof der SELK, Dr. Jobst Schöne D.D., Kirchglied der Zehlendorfer SELK-Gemeinde, eröffnet, indem er in die Ausstellung einführte. In vier Themenkreisen wird die Wirkungsgeschichte der Reformation in der Wanderausstellung entfaltet. Es geht anfangs um Martin Luther, den Mönch, Reformator und Lehrer der Kirche. Danach wird die Bibel herausgestellt, die Luther sprachgewaltig ins Deutsche brachte. Drittens schließen sich Publikationen zum Gottesdienst und zum Gesangbuch an. Sie stellen die gottesdienstliche Gemeinde vor. Schließlich wird die Lehre der lutherischen Kirche mit den Lehrschriften und Werken großer Theologen des 16./17. Jahrhunderts dokumentiert. Die Ausstellung im Foyer der Zehlendorfer Marienkirche ist noch bis zum 25. Februar zu sehen und wandert anschließend durch etliche Gemeinden des Kirchenbezirks.

Gottesdienstlich hatte die Mariengemeinde zuvor am Vormittag ihr jährliches Kirchweihfest gefeiert. In dem musikalisch reich ausgestalteten Festgottesdienst hielt Missionsdirektor Roger Zieger (Bergen-Bleckmar/Berlin) von der Lutherischen Kirchenmission der SELK die Predigt. Er stellte heraus, dass die Logik der Welt durch die Logik Gottes durchbrochen werde. Das österliche Auferstehungsgeschehen schaffe eine neue Wirklichkeit.

Am kommenden Samstag, 18. Februar, sollen die Feierlichkeiten des Kirchenbezirks auch musikalisch im Rahmen einer Bläservesper eröffnet werden. Das Thema der Bläservesper ist "Verleih uns Frieden gnädiglich". Im Zentrum steht als musikalische Bitte der Choral gleichen Namens. Die deutsche Textübertragung des alten Hymnus "Da pacem, Domine" und die Bearbeitung der Melodie einer anderen alten Hymnenvorlage stammen von Martin Luther. Die Bläservesper beginnt um 17 Uhr in der evangelischen Philipp-Melanchthon-Kirche der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz in Berlin-Neukölln nahe der Paulus-Kirche der SELK am Kranoldplatz.

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