UEK/SELK: Gedenk-Gottesdienst in Berlin | 16.11.2017

UEK-SELK: Ökumenischer Buß- und Dank-Gedenk-Gottesdienst
Entstehung der Union und selbstständiger lutherischer Kirchen

Hannover/Berlin, 16.11.2017 - selk/uek - Am Buß- und Bettag, 22. November, werden die Union Evangelischer Kirchen (UEK) und die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche (SELK) in Berlin einen ökumenischen Buß- und Dankgottesdienst feiern. Der Gottesdienst beginnt um 19 Uhr in der Kirche der SELK-Gemeinde in Berlin-Mitte. Unmittelbar im Anschluss sind die Gottesdienstbesucherinnen und Gottesdienstbesucher zu einem Empfang in der Berliner St. Thomas-Kirche eingeladen.

Im Buß- und Dankgottesdienst soll durch den leitenden Geistlichen der UEK, Kirchenpräsident Christian Schad (Speyer), und SELK-Bischof Hans-Jörg Voigt D.D. (Hannover) ein "Gemeinsames Wort" unterzeichnet und ein "Brief an die Gemeinden" beider Kirchen verlesen werden. Diese Dokumente sind in einem bilateralen Prozess im Kontext des 200-Jahre-Gedenkens "Evangelische Unionskirchen und selbstständige evangelisch-lutherische Kirchen 1817-2017" erarbeitet worden. Unter anderem haben der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Dr. Markus Dröge, und der leitende Geistliche des SELK-Kirchenbezirks Berlin-Brandenburg, Peter Brückmann, ihr Kommen zu dem Gottesdienst zugesagt.

Am 10. November hatte zunächst der Allgemeine Pfarrkonvent der SELK in Rehe das "Gemeinsame Wort" und den "Brief an die Gemeinden" angenommen. Am selben Tag fasste die Vollkonferenz der UEK in Bonn im Beisein von SELK-Bischof Hans-Jörg Voigt D.D. einen solchen Beschluss.

In Anerkenntnis einer gemeinsamen Verantwortung für die Schuld der Vergangenheit wird in dem Brief an die Gemeinden eine gegenseitige Bitte um menschliche Vergebung in historischen Zusammenhängen ausgesprochen. So heißt es in diesem Text: "Die UEK erkennt, dass Vorgängerkirchen und in ihr handelnde Personen an bekenntnisgebundenen Lutheranern schuldig geworden sind. Sie bittet die SELK um Vergebung: Die Schuld der Vergangenheit möge das heutige geschwisterliche Verhältnis von SELK und UEK, ihren Gemeinden und Mitgliedern, nicht mehr belasten. Ihrerseits erkennt die SELK in diesem geschichtlichen Zusammenhang ihre lange währenden inneren Spaltungstendenzen, die dem Zeugnis des Evangeliums im Wege standen. Sie erkennt auch eine oft unangebrachte Härte abwertender Urteile gegenüber der Union und eine Neigung zur Selbstgenügsamkeit, die dem ökumenischen Ansatz und Anspruch lutherischer Theologie und Kirche nicht gerecht wurde. Dafür bittet sie um Vergebung." Zugleich aber wird auch verabredet, die Begegnungen der vergangenen Jahre fortzusetzen und weiter miteinander theologisch zu arbeiten.

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Ein Bericht von selk_news /
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