Cottbus: Grundsteinlegung für Mehrgenerationenhaus | 26.01.2018

Leben in einem Beziehungsnetz
SELK in Cottbus: Grundstein für Mehrgenerationenhaus gelegt

Cottbus, 26.1.2018 - selk - Das Projekt "Mehrgenerationen-Wohnen" der Kreuzkirchengemeinde der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) in Cottbus wurde jetzt mit einem offiziellen Akt gestartet. Im Beisein zahlreicher Gäste wurde der Grundstein für das Mehrgenerationenhaus (www.mgw-cottbus.de) gelegt.

In seiner Rede umriss Gemeindepfarrer Hinrich Müller den Weg, der bisher zurückgelegt worden ist: Vor mehr als 10 Jahren hatte die Gemeinde das Problem, dass auf dem Nachbargrundstück eine Ruine stand, von deren eingestürztem Dach ständig Wasser in die Außenwand des Gemeindehauses lief. Um Schaden von dem eigenen Gebäude abzuwenden, kaufte die Gemeinde schließlich Grundstück und Haus. "Jetzt hatten wir ein Grundstück mit einer Ruine drauf; die Ruine abreißen war leicht zu bewerkstelligen", so Müller: "Die Frage war: Was machen wir als Gemeinde jetzt mit dem Grundstück?" Damals seien gerade unterschiedlichste Wohnprojekte in der Öffentlichkeit bekannt geworden. Von diesen Ideen habe sich die Gemeinde inspirieren lassen. "Irgendwann haben wir gesagt: Dieses Grundstück ist uns jetzt von Gott in den Schoß gegeben worden, damit wir was Gutes daraus machen."

Die Gemeinde entwickelte den Plan, innerstädtischen Wohnraum zu schaffen, der vom Ansatz her der Vereinsamung entgegenwirkt und nachbarschaftliches Miteinander fördert. Unter der Überschrift "Wohnen - gemeinsam statt jeder für sich allein" wurde ein Konzept für ein gemeinsames Wohnen entwickelt, in dem Menschen aus allen Generationen - zwar jeder in seiner eigenen Wohnung, aber doch in einem nachbarschaftlichen Verbund - zusammenleben. Die Gemeinde betrachtet es als Teil ihres Auftrages in der Gesellschaft, sich für gute und gemeinschaftsfördernde Lebensbedingungen von Menschen einzusetzen und damit dem von vielen beklagten Trend zunehmender sozialer Kälte und Einsamkeit entgegenzuwirken. Gemeinsames Wohnen heißt: Jeder hat seine eigenen vier Wände, aber alle sind daran interessiert, eine Gemeinschaft und gute Nachbarschaft aufzubauen, in der man sich gegenseitig unterstützt und sich umeinander kümmert. Leben in einem Beziehungsnetz mit allen Generationen soll möglich werden; man wohnt in direkter Nachbarschaft zu Bekannten. Wechselseitige Besuche sind leicht möglich; Generationen lernen voneinander; ältere Menschen können ihre Kompetenz einbringen; Patenschaften zwischen Jung und Alt entstehen; Nachbarschaftshilfe wird möglich.

Die Gemeinde hat einen langen Weg gehen müssen, bis sich das Vorhaben realisieren und vor allem finanzieren ließ. Umso größer sind die Freude und die Dankbarkeit, dass es nun endlich losgeht.

Das künftige Mehrgenerationenhaus besteht aus zwei Gebäudeteilen und bietet 20 Wohnungen unterschiedlicher Größe, damit sowohl Familien als auch Paare als auch Einzelpersonen entsprechende Wohnungsgrößen finden.

Für die Stadt Cottbus, die das Projekt wohlwollend von Anfang an begleitet hat, gratulierte die Bürgermeisterin und Baudezernentin Marietta Tschoppe der Gemeinde. Sie betonte die Wichtigkeit dieses Projektes und der dahinterstehenden Idee für die Stadt.

Die Gesamtkirche wurde vertreten von Superintendent Michael Voigt (Guben), der noch einmal den Blick auf die Grundidee lenkte: Das Anliegen, die Lebenssituation von Menschen zu verbessern, sei eine Konkretion der Zuwendung Gottes. Voigt überbrachte die Grüße der Gesamtkirche und verwies darauf, dass auch die Leitungsgremien der SELK hinter dem Cottbuser Projekt stehen.

Das gesamte Projekt wurde in der lokalen Presse breit angekündigt, sodass viele Mietinteressenten an der Grundsteinlegung teilnahmen. "Das Interesse ist überwältigend" - so Pfarrer Müller: "Zahlreiche Mietinteressenten haben sich in den vergangenen Tagen auf die Liste setzen lassen. Wir hoffen, dass wir bis zur Fertigstellung der Wohnungen Ende 2018 mit den Interessenten einig werden und Details des Wohnkonzeptes gemeinsam entwickeln können."

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Ein Bericht von selk_news /
Redaktion: SELK-Gesamtkirche /
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