Synode Niedersachsen-West tagte | 05.05.2018

In strukturellen Veränderungen bei den Menschen bleiben
SELK-Synode Niedersachsen-West tagte in Stellenfelde

Ottersberg-Stellenfelde, 5.5.2018 - selk - In den Räumen der St. Matthäus-Gemeinde der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) in Stellenfelde tagte gestern und heute die Synode des Kirchenbezirks Niedersachsen-West der SELK. Das Schwerpunktthema der Tagung war der Prozess der Strukturreform, der von der Kirchenleitung und dem Kollegium der Superintendenten der SELK im Herbst 2016 angestoßen worden war und auf Reduzierung und Umstrukturierung von Pfarrstellen in allen zehn Kirchenbezirken der SELK zielt. Unter diesem Aspekt standen der Bericht des Superintendenten Peter Rehr (Soltau) und des Bezirksbeirats, das Synodalthema am Samstagvormittag und zwei Anträge.

Pfarrer Martin Rothfuchs (Tarmstedt) aus dem Bezirksbeirat berichtete über den Strukturprozess im Kirchenbezirk und präsentierte die Ergebnisse eines Kirchenbezirkstages im November 2017 in Bremen zur Frage der Strukturveränderungen im Bezirk. Im Namen des Beirats bat er die Gemeinden, Impulsfragen, die auf dem Kirchenbezirkstag vorgestellt worden waren, weiter zu bearbeiten - dies durchaus auch gemeinsam mit Nachbargemeinden - und bis zum 1. Oktober Antworten an den Bezirksbeirat zu geben. Ein Zwischenbericht solle auf dem Synodaltag am 20. Oktober gegeben werden. Möglicherweise könnten dann bereits erste konkrete beschlussreife Vorschläge zu Strukturveränderungen für die Bezirkssynode 2019 vorliegen.

Zum Thema "Wie geht Struktur-Wandel woanders?" hörte die Synode zwei Referate und arbeitete in Arbeitsgruppen.

Pastor Matthias Wöhrmann (Hannover), Leiter des Aufgabenbereiches "Gemeindeberatung und Organisationsentwicklung" im Haus kirchlicher Dienste der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, referierte über "'Das einzig Beständige ist der Wandel.' Erfahrungen mit Prozessen des Strukturwandels in der Landeskirche Hannovers". Dabei benannte er strukturelle Herausforderungen und beleuchtete die Aufgabe, "Veränderungen zu gestalten". Er stellte das Modell des "Strukturwandels durch Regionalisierung" vor und betonte, dass dabei die rechtliche Form immer den zuvor abgestimmten Inhalten folge. Es gelte, bei den strukturellen Veränderungen immer "bei den Menschen zu bleiben".

SELK-Pfarrer Markus Nietzke (Hermannsburg) stellte sein Referat unter die Überschrift "Gartenpflege im Weinberg Gottes" und berichtet von Erfahrungen, die er im Rahmen eines "fresh-X"-Projektes (www.freshexpressions.de) in Poitiers (Frankreich) gemacht hat.

Ein Antrag aus dem JugendMitarbeiterGremium (JuMiG) des Kirchenbezirks Niedersachsen-West zielte darauf, dass das JuMiG über eine Organisations-Arbeitsgruppe in der Zeit der Vakanz im Bezirks-Jugendpfarramt rechtlich handlungsfähig ist und Strukturen schafft, das Jugendpfarramt wieder besetzen zu können. Der Antrag wurde einstimmig angenommen. Die Synode beschloss dazu einstimmig folgendes Votum: "Die Synode verfolgt das Ziel, die Besetzung der Jugendpastoren-Stelle im Rahmen des Strukturprozesses zu gewährleisten. Der Pfarrkonvent wird gebeten, gemeinsam mit dem Bezirksbeirat und dem JuMiG für die Umsetzung zu sorgen." Jugendpastoren in den Kirchenbezirken der SELK sind Gemeindepfarrer, die sich nebenamtlich leitend Aufgaben der übergemeindlichen Jugendarbeit widmen.

Ein Antrag der St. Trinitatis-Gemeinde Oldenburg zielte darauf, einerseits den notwendigen Strukturprozess nicht abzubrechen, andererseits aber nicht vorschnell Beschlüsse zu fassen. Weiter beinhaltete der Antrag Vorschläge zur Unterrichtung der Synode über die SELK-weiten Strukturprozesse. Der Antrag wurde in der vorliegenden Form abgelehnt. In der Aussprache wurde die aus dem Antrag zu erkennende Sorge um die geistliche Versorgung der Gemeinden im Kirchenbezirk gewürdigt, aber dem im Antrag gewiesenen Weg nicht zugestimmt. Befürworter brachten zum Ausdruck, dass eine Fortführung der Umstrukturierung in ihnen den Eindruck erwecke, "abgehängt zu werden." In mehreren Beiträgen wurde dafür geworben, den angestoßenen Prozess und den vom Bezirksbeirat beschrittenen Weg in Achtsamkeit aufeinander fortzusetzen.

Die Synode tagt in einer weiteren Sitzungsperiode am 20. Oktober, um Wahlen durchzuführen und insbesondere einen Superintendenten zu wählen, weil die Amtszeit von Superintendent Rehr im laufenden Jahr endet.

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Ein Bericht von selk_news /
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