SELK Frauenarbeit: Abschied vom DMF | 20.11.2018

„... dass Frauen eine Stimme bekommen und Gehör finden.“
SELK: Frauendienst aufgelöst. Die Arbeit geht weiter

Homberg/Efze, 16.11.2018 - selk - Den Diakonischen Missionarischen Frauendienst (DMF) der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) gibt es seit den 40er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Hier haben viele Frauen einen guten Dienst geleistet, sich diakonisch und missionarisch eingesetzt. Es gab unzählig viele Hilfsprojekte, Frauentreffen in unterschiedlichsten Formen, Fastenfreizeiten, Freizeiten, Rüstzeiten und Schulungsangebote. Eine wertvolle Arbeit wurde geleistet. „Ich danke allen Frauen und Männern, die diese Arbeit unterstützten und den Frauen Gehör verschafften“, so Rosemarie Lösel (Homberg/Efze), langjährige Leitungsfigur des DMF: „Hier wurde auch für die Rechte der Frauen und ihre Anliegen eingetreten – mal mehr, mal weniger intensiv, doch immer auf dem Fundament der Bibel.“

Seit sieben Jahren sei intensiv nach einem Leitungsteam und auch nach neuen Frauenbeauftragten in den Kirchenbezirken gesucht worden, doch „leider vergebens“. Lösel: „Anne Damaske und ich haben in den letzten sieben Jahren die Leitungsaufgaben mit einer dreimaligen Verlängerung vorübergehend übernommen.“ Leider sei für das Fortbestehen des DMF keine Perspektive erwachsen: „Nun haben die Frauenbeauftragten aus den Bezirken auf der Herbsttagung am 5. Oktober beschlossen, die Dachorganisation aufzulösen und in das Diakonische Werk der SELK zu überführen.“

Was bedeutet das? Es werde kein eigenes Jahrestreffen mehr geben, der Sozialfonds gehe als zweckgebunden in die Kasse des Diakonischen Werkes über, überregionale Treffen, sofern sie nicht von den Bezirksbeauftragten angeboten würden, fänden nicht mehr statt. Die Beauftragung der Bezirkssynoden bleibe gleichwohl bestehen. Solange Bezirkssynoden Frauenbeauftragte in den Dienst berufen würden, werde diese Arbeit in den Kirchenbezirken weitergehen. „Es bleibt zu hoffen und zu wünschen, dass sich die Bezirke der Belange der Frauen annehmen, sie wahrnehmen und auch ernstnehmen, dass Frauen in ihren Bezirken eine Stimme bekommen und Gehör finden“, erklärt die in der SELK vielfältig Engagierte.

Auch die Herbsttagung, auf der sich jährlich alle Bezirksbeauftragten aus Diakonie und Frauendienst zum Austausch, zur Stärkung und zum Auftanken treffen, werde es weiterhin geben, ebenso die Zeitschrift „Koralle“ – „solange wir Mitarbeiter finden, die gerne in der Redaktion mitarbeiten. Im Moment sind wir noch vier Frauen. Wer gerne mitarbeiten möchte und auch frischen Wind bringen möchte, ist uns herzlich willkommen.“ Der Kontakt sei über das Diakonische Werk der SELK (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) herstellbar.

Die offizielle Übergabe in das Diakonische Werk erfolgt zum 1. Januar 2019. Im kommenden Frühjahr wird es ein Abschiedsfest des DMF geben, zu dem alle Frauen und Männer eingeladen werden sollen, die sich im DMF engagiert haben. Der Termin und die Einladung sollen veröffentlicht werden, sobald die Einzelheiten feststehen.

„In jedem Abschied steckt auch die Chance eines neuen Anfangs“, sagt Rosemarie Lösel und wünscht „Gottes Segen für alle Dienste, die von Frauen in unserer Kirche getragen werden.“

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