Pastoralkolleg zu Fragen der Arbeitsgesundheit | 20.02.2019

Unterscheidungskunst, Kreativität und Salutogenese
SELK: Pastoralkolleg thematisiert Fragen der Arbeitsgesundheit

Bergen-Bleckmar, 20.2.2019 - selk - Drei Tage lang arbeiteten knapp zwanzig Pfarrer der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) im Tagungszentrum der Lutherischen Kirchenmission der SELK in Bleckmar im Rahmen der berufsbegleitenden Fortbildung im Pastoralkolleg zu der Frage, wie gesundheitsförderliche Arbeit als Pfarrer in Zeiten des Stellenabbaus und des voranschreitenden Strukturprozesses möglich ist.

Den ersten Impuls setzte Superintendent Markus Nietzke (Hermannsburg), der den Strukturprozess im Kirchenbezirk Niedersachsen-West der SELK schon länger begleitet und gestaltet hat und sich zugleich seit Jahren mit Fragen des Lebens-, Zeit- und Arbeitsmanagement beschäftigt. Neben ganz praktischen und kreativen Anregungen gab Nietzke den anwesenden Pfarrern aus allen vier Regionen der SELK die Empfehlung mit, sich immer wieder neu in die Kunst der Unterscheidung einzuüben, zum Beispiel: Wer tut was warum? Dabei stellte der Referent verschiedene Modelle vor, die helfen können, Veränderungsprozesse zu verstehen und zu gestalten. Immer wieder speiste Nietzke Erfahrungen aus dem Strukturveränderungsprozess seines Kirchenbezirks ein.

Am zweiten Tag des Pastoralkollegs arbeitete Pfarrer Andreas Rohnke M.A., Mitarbeiter im Personaldezernat der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, mit den Teilnehmern. Er stellte das Konzept der Salutogenese nach Aaron Antonovsky und das der Arbeitsfähigkeit nach Juhani Ilmarinen vor. Praktisch wurde es, als die anwesenden Pfarrer mittels eines Fragebogens ihren eigenen Arbeitsbewältigungsindex ermittelten und sich in Zweiergruppen gegenseitig mit Blick auf Fragen nach der Gesundheit, der Arbeitsorganisation und den Arbeitsbedingungen sowie der Kompetenz coachten. Ausgehend von diesen Gesprächen diskutierte die Gesamtgruppe die Frage, welche Konsequenzen sich daraus für das Arbeiten in der eigenen Kirche ergeben könnten.

Geistlich wurden die Tage durch Andachten und einen Beicht- und Abendmahlsgottesdienst gefüllt, in denen die Frage nach der eigenen Person im Pfarramt aufgenommen wurde. Eine freie Bibelarbeit zu Psalm 23, bei der die Teilnehmer unter verschiedenen Methodiken und Zugängen wählen konnten, gehörte ebenfalls zum Programm dieser Fortbildungsveranstaltung.

Abgeschlossen wurden die Tage am heutigen Mittwoch durch eine Gesprächsrunde, in der die Teilnehmer untereinander wertvolle Tipps zum Thema Arbeitsorganisation und Arbeitszufriedenheit austauschten.

Der nächste Kurs des Pastoralkollegs ist für die Zeit vom 23. bis zum 25. September 2019 in Wittenberg geplant. Thema soll dann "Gemeindeaufbau, Gemeindeentwicklung, Gemeindeberatung" sein.

Das Pastoralkolleg dient der Fortbildung der Pfarrer und Pastoralreferentinnen der SELK und wird von Prof. Dr. Christoph Barnbrock (Oberursel) und Kirchenrat Michael Schätzel (Hannover) vorbereitet, koordiniert und geleitet.

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Ein Bericht von selk_news /
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