Jahreslosung 2022 ausgewählt | 23.02.2019

Die Jahreslosung für 2022 ausgewählt
SELK-Pfarrer Klaus Pahlen neu im ÖAB-Vorstand

Berlin, 23.2.2019 - selk - Gleich zu Beginn der Tagung der Ökumenischen Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen (ÖAB) wurde Pfarrer Klaus Pahlen (Essen) von der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche in den Vorstand der ÖAB gewählt. Er wird zunächst für ein Jahr eine vakante Stelle ausfüllen, bevor im nächsten Jahr der komplette Vorstand für vier Jahre neu gewählt wird.

Anschließend ging es auf der Tagung, die vom 18. bis zum 20. Februar in Berlin durchgeführt wurde, um die Jahreslosung und die Monatssprüche für das Jahr 2022. Die ÖAB arbeitet immer mit drei Jahren Vorlauf, um Grafikern und Verlagen genügend Zeit zu geben, Druckerzeugnisse mit den ausgewählten Sprüchen zu produzieren. Die 28 Delegierten und Berater diverser kirchlicher und diakonischer Organisationen mit breiter ökumenischer Streuung trugen in der Vorbereitung auf die Tagung über 300 biblische Sprüche aus der fortlaufenden Bibellese zusammen. In Arbeitsgruppen und im Plenum erörterten die Delegierten exegetische Fragen und wählten dann im Blick auf die heutigen Menschen und ihre Situation zwölf Monatssprüche und die Jahreslosung aus. An der Spruchauswahl sind auch Jugenddelegierte aus Berlin und Umgebung beteiligt. Die Jahreslosung für das Jahr 2022 lautet: "Jesus Christus spricht: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen." Sie ist dem Johannesevangelium (Kapitel 6, Ver 37) entnommen und wurde in der Fassung der römisch-katholischen Einheitsübersetzung ausgewählt.

In einer abendlichen Fortbildung referierte Mag. theol. Michael Landgraf, Leiter des Religionspädagogischen Zentrums Neustadt an der Weinstraße, zum Thema: "Die Bibel für junge Menschen erschließen". In seiner Problemanzeige wies er auf die abnehmende Lesefähigkeit und Bibelkenntnis junger Menschen hin. In den letzten zehn Jahren sei bei ihnen die Fähigkeit, typische Redewendungen der Lutherbibel zu verstehen, zum größten Teil verloren gegangen. In neuen religionspädagogischen Ansätzen werde stufenweise und altersgemäß der Umgang mit der Bibel erschlossen. Bei den Kindern in der Kindertagesstätte solle es spielerisch anfangen. Für die Grundschule eigneten sich neue Übersetzungen für Kinder, die die biblischen Geschichten nicht nacherzählen, sondern in kindgerechter Sprache mit kurzen Sätzen und begrenztem Vokabular wiedergeben würden. Für Jugendliche im Konfirmandenalter gebe es neuerdings "Die Bibel elementar", die neben ausgewählten Bibeltexten viele Bilder und Erklärungen am Rand biete, die geschichtliche und gesellschaftliche Zusammenhänge so darstellen würden, dass die Jugendlichen sich die Texte selber erarbeiten könnten.

Die ÖAB gibt zwei Bibellesepläne unterschiedlichen Umfangs heraus, die in vier beziehungsweise acht Jahren durch die Bibel führen. Die Lesepläne werden in zahlreichen Publikationen im deutschsprachigen Raum und darüber hinaus verwendet.

Auf der Webseite www.oeab.de findet man alle Jahreslosungen, Bibellesepläne und weitere Informationen.

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Ein Bericht von selk_news /
Redaktion: SELK-Gesamtkirche /
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