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Eine Woche unterwegs in der Toskana

Toskana GruppenfotoUnter dem Motto „Köstlichkeiten und Kostbarkeiten“ begab sich eine buntgemischte Reisegruppe aus ganz Deutschland unter Leitung von Pfarrer i.R. Johannes Dress (Bad Bevensen) in der Zeit vom 1. bis 8. Mai auf eine Exkursion durch die Toskana. Viele kannten deren Schönheit in Italien nur aus Berichten und von Bildern, vor Ort wurden dann aber alle Vorstellungen übertroffen. Atemberaubende hügelige Landschaften wechselten mit geschichtsträchtigen mittelalterlichen Städten, mit überwältigender Architektur sowie eindrucksvollen Kunstwerken.

Besonders in Erinnerung blieben u.a. der Dom und die berühmte Arno-Brücke „Ponte Vecchio“ in Florenz, die Kirche der hl. Katharina in Siena und das harmonische Ensemble von Dom, Taufkirche und Glockenturm (der schiefe Turm) in Pisa.

Der Boden dieses 57 m hohen Turms - eine Mischung aus Ton, Sand und Muschelkalk - gab vier Jahre nach seiner Grundsteinlegung im Jahr 1173 unter dem Fundament nach. Er senkte sich einseitig, langsam aber unaufhaltsam, bis sein oberster Punkt um mehr als viereinhalb Meter (!) zur Seite neigte. Erst einem internationalen Expertenteam gelang es in den 1990er-Jahren, durch präzise Erdarbeiten, das Einziehen von Stahlkabeln und gezielte Gegengewichte den Turm um 43 Zentimeter aufzurichten. Seit 2001 ist er wieder für Besucher geöffnet – sicher, aber schief genug, um sein Geheimnis zu wahren.

Weitere Höhepunkte der Reise waren u.a. die kleinen malerischen Städte Volterra, Lucca und San Gimignano, welche erkundet wurden unter fabelhafter Leitung einer Reiseführerin, die anschaulich und humorvoll Geschichte, Kunst und Gegenwart zu verbinden wusste. Hier war der Besucherstrom gut zu ertragen, während man in den großen Städten die Kehrseite vom Massentourismus spürte; zum Teil unendliche Menschenmengen schoben sich durch die engen verwinkelten Gassen.

Darüber hinaus kamen auf dieser Reise das gegenseitige Kennenlernen, Gespräche, viel Spaß und fröhliche Geselligkeit nicht zu kurz. So wurden bei Weinproben verschiedene lokale Tropfen (z. B. Brunello und Nobile Montepulciano) getestet und leckeres toskanisches Essen genossen.

Alle Tage waren umrahmt von Gebet und Gesang. Ein kleines Chorkonzert der Reisegruppe in der romanischen Benediktinerabtei „Sant`Ántimo“ (auch der „singende Stein“ genannt) und der Abschlußgottesdienst in der Kirche „Tempio di San Biagio“ in Montepulciano werden in besonderer Erinnerung bleiben.

Begeistert und erfüllt von diesen wunderbaren Eindrücken ging es zurück in die Heimat.

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