Bischof Jönsson in Riga eingesetzt | 23.08.2016

Hans Martin Jönsson als Bischof der Diözese Liepaja eingesetzt
SELK-Bischof Voigt nahm am Gottesdienst in Riga teil

Riga (Lettland), 23.8.2016 - ILC/selk - In einem festlichen Gottesdienst im Dom im lettischen Riga wurde am 6. August Pfarrer Hans Martin Jönsson (Liepaja/Lettland) durch Erzbischof Janis Vanags (Riga/Lettland) als Bischof der Diözese Liepaja der Evangelisch-Lutherischen Kirche Lettlands (LELB) geweiht und in sein Amt eingesetzt.

Der 48-jährige Theologe stammt aus Schweden, wo er in Lund sein Theologiestudium abschloss. Die Kirche von Schweden verweigerte ihm jedoch wegen seiner konfessionellen Haltung und der Ablehnung der Ordination von Frauen die Ordination, woraufhin ein vom ehemaligen schwedischen Bischof und Autor Bo Giertz begründeter kirchlicher Zusammenschluss um Bibel und Bekenntnis seine Ordination genehmigte. Im Jahr 2000 wurde er berufen, in Lettland als Pfarrer Dienst zu tun, wo er im Jahr 2003 in Riga auch ordiniert wurde. Die LELB hat starke historische Beziehungen nach Schweden.

Am 3. Juni wurde Jönsson, der inzwischen mit der Lettin Mara Jensone verheiratet ist, durch die Synode der LELB zum Bischof gewählt, da der bisherige Amtsinhaber der Diözese Liepaja, Pavils Bruvers, in den Ruhestand getreten ist.

An dem Gottesdienst zur Bischofsweihe nahm neben etlichen Gästen aus Skandinavien auch Pfarrer Dr. Albert Collver (St. Louis/USA), Direktor für kirchliche Außenbeziehungen der Lutherischen Kirche-Missouri Synode (LCMS), teil. Aus Deutschland war der leitende Geistliche der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) und Vorsitzende des Internationalen Lutherischen Rates (ILC), Hans-Jörg Voigt D.D. (Hannover), nach Riga gereist, um die Segenswünsche und Gratulationen seiner Kirche und des ILC persönlich zu überbringen. Die SELK steht mit der LELB in geregelten partnerschaftlichen Beziehungen. Erst im Mai war die Kirchenleitung der LELB gemeinsam mit Jönsson zu einem Partnerschaftsbesuch bei der SELK nach Berlin und Hannover gereist.

Gegenüber selk_news äußerte sich Voigt beeindruckt von der reichen liturgischen Tradition der lettischen lutherischen Kirche: "Dass dem neuen Bischof zum Beispiel die Heilige Schrift wie ein Dach über das Haupt gelegt wurde, finde ich sehr aussagekräftig, ist uns doch Gottes Wort Schutz und Hilfe wie auch Wegweisung für all unser kirchliches Tun", sagte Voigt. Dabei könne er eine lebendige Gemeindefrömmigkeit unter den lettischen Lutheranern wahrnehmen, von der der Gottesdienst getragen werde, so der Bischof weiter.

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