Siemon-Netto referierte in Kassel | 17.09.2016

Gott entgleitet nichts
SELK in Kassel: Siemon-Netto über die Zwei-Reiche-Lehre

Kassel, 17.9.2016 - selk - Die Bekenntnisbewegung "Kein anderes Evangelium" hatte zum 10. September nach Kassel eingeladen. In der St.-Michaelis-Kirche, in der sich ansonsten die Ortsgemeinde der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) zum Gottesdienst versammelt, sprach der deutsch-amerikanische Journalist und Theologe Dr. Uwe Siemon-Netto vor etwa 60 interessierten Teilnehmern zum Thema: "Gottes Ruf, die Weltkrise zu meistern. Luthers Lehre von Gottes beiden Regimenten - die Antwort auf die Nöte von Politik und Gesellschaft".

Der bald 80-jährige agile Journalist, der dieses Geschäft seit nunmehr 60 Jahren betreibt, behandelte am Vormittag zunächst grundlegend "Luthers Lehre von den beiden Regierungsweisen Gottes". Hierbei ging es ihm darum, aufzuzeigen, wie wichtig die lutherische Unterscheidung in die beiden (Be)Reiche ist: das Reich zur Linken und zur Rechten, wobei Gott beide regiert. Sie sind zu unterscheiden, aber eben nicht zu trennen, so als liefe das Reich zur Linken, das der Welt, nach eigenen Gesetzmäßigkeiten ab, wobei dieser Fehler durchaus schon gemacht wurde. Die beiden Reiche dienen einander gegenseitig. Im Reich zur Linken ist Gott verborgen; im Reich zur Rechten offenbar. Das Reich zur Linken wird vom Naturgesetz und geschriebenen Gesetz regiert; im Reich zur Rechten herrscht nicht das Gesetz, sondern die Gnade. Das Reich zur Linken kennt Sünde; das zur Rechten nicht. Das Reich zur Linken ist vergänglich; das zur Rechten ewig.

Siemon-Netto bemängelte ein fehlendes Unterscheidungsvermögen und unzulässiges Vermischen der beiden Reiche. In Deutschland erkennt der Referent weithin eine Vogel-Strauß-Mentalität, die die real existierende Bedrohung nicht wahrhaben wolle; so könnte beispielsweise durch einen elektromagnetischen Impuls die ganze Computersteuerung in weiten Teilen dieser Welt so nachhaltig gestört werden, dass dadurch beispielsweise die Energieversorgung, praktisch alles, zusammenbrechen würde. Christen sind Bürger beider Reiche und haben im Reich zur Linken als Partner Gottes Weltverantwortung.

Der zweite Teil des Themas zur politischen Ethik wurde dann mehr praktisch: "Wozu Christen in der Welt berufen sind". Hierbei war zu hören, dass Siemon-Netto nicht im Islam die größte Gefahr für das Christentum sieht, sondern in der Selbstanbetung einer Ich-Religion, die sich im Leitgedanken von Zig-Millionen ausspricht: Tu, was du willst. Aber darunter litten alle.

Auch wenn Siemon-Netto auf Christen schwierige Zeiten zukommen sieht und es wieder zur Katakombenkirche kommen werde, so sollten sie dennoch an dem Ort, an den sie Gott gestellt habe, so gut als möglich wirken, in der Gewissheit, dass Gott die Herrschaft auch über das Reich zur Linken nicht entgleite.

Von beiden Vorträgen wurden CD-Aufnahmen gemacht. Interessierte können diese beziehen bei: Helmut Schlee, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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