Kopelke in Jugendgottesdienst-Projekt engagiert | 22.11.2016

Inspirierende Gottesdienste führten zu spannendem Projekt
SELK: Johannes Kopelke in Jugendgottesdienst-Projekt engagiert

Schwerin, 22.11.2016 - selk - "Es ist wie ein Puzzle für Dussel - so wenig Teile, dass sogar ich merkte, dass sie zusammengehören." - Jahrelang suchte Pfarrer a.D. Johannes Kopelke (Schwerin) von der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) nach einem Neuanfang für den von ihm geleiteten übergemeindlichen Stadtjugendgottesdienst C-Punkt, der schon vier Jahre nicht mehr stattgefunden hat. "Und plötzlich scheinen mir alle notwendigen Teile in den Schoß zu fallen", freut sich der theologische Praktiker, der am 31. Oktober aus der Martin-Luther-Gemeinde der SELK in Schwerin verabschiedet worden und aus dem Dienst der SELK ausgeschieden ist.

Das Erleben einiger inspirierender Gottesdienste einer jungen Kirche gab ihm den Anstoß für den Aufbau eines übergemeindlichen missionarischen Jugendgottesdienstes im größten Kino von Schwerin. Mit hochmotivierten Jugendlichen besuchte er weitere Gottesdienste verschiedener Kirchen, die viele Hundert Kilometer entfernt sind, aber durch den Umstand auffallen, dass jeweils zwei Gottesdienste pro Sonntag gefeiert werden und die meisten der fröhlichen Gottesdienstteilnehmer und der vielen leidenschaftlichen Mitarbeiter zwischen 20 und 40 Jahre alt sind.

"Das Rezept scheint simpel," so der angehende Freiberufler und ehrenamtliche Jugendpastor: "Junge Menschen lassen sich durch Kleingruppen in ihren Gemeinden zur Gemeinschaft um Bibellese und Gebet in die Nachfolge Jesu rufen und werden ermutigt, dann fröhlich und leidenschaftlich ihre Gaben für ihre Gemeinde und für den Jugendgottesdienst einzusetzen, der ganz bewusst für andere gestaltet wird." Das Gesamtpaket ist entscheidend: klare Christusbotschaft in einer Verpackung, die junge Menschen in ihrer Lebenswirklichkeit anspricht, gestaltet von Leuten, die sich Gott hinhalten, an einem Ort, an den Menschen gerne hingehen und rückgebunden an ihre Gemeinden. So ein Projekt kostet viel Geld, denn die Miete für professionelle Technik und den Kinosaal muss aufgebracht werden. Doch zwei Drittel der Kosten für ein großes Profi-Eröffnungskonzert am 1. Mai 2017 und für ein Jahr Jugendgottesdienst im vierzehntäglichen Rhythmus sind schon zugesagt.

Nach vielen Gesprächen in der Ökumene gibt es nun ein Votum aus dem landeskirchlichen Stadtkonvent Schwerins, nach dem das Projekt begrüßt und die Mitarbeit von Pfarrern und Gemeindepädagogen ermöglicht wird. Am 16. November hat der Verein der Evangelischen Allianz Schwerin beschlossen, die Trägerschaft zu übernehmen. Diese Abstimmung in der Ökumene und das erklärte Ziel des Jugendgottesdienstes C-Punkt 2.0, Jugendliche von 15 bis 25 Jahren in ihren jeweiligen Gemeinden zu befestigen und keine Jugendkirche zu gründen, seien auch der Kirchenleitung der SELK sehr wichtig gewesen, so Kopelke: "Sie war frühzeitig informiert worden und gemeinsam fanden wir in der ,Pfarrer a.D.-Lösung' die für alle Beteiligten konstruktivste Möglichkeit der Umsetzung." Wird das Projekt gelingen? "Das kann nur Gott wirken, wenn er die geistliche Betriebstemperatur steigert. Aber ob das passiert und die Puzzleteile zusammenpassen, können wir nur rausfinden, wenn wir es ausprobieren", so der 48-jährige, der sich wünscht, mit diesen Erfahrungen zu einem späteren Zeitpunkt wieder als Pfarrer in der SELK zu arbeiten.

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