Mitreißende ErNEUerung zu Pfingsten
Unter dem Motto „alles neu!?“ fand am Nachmittag des Pfingstmontages das Abschlusskonzert der 36. Radevormwalder Sing- und Musiziertage (RaSiMuTa) statt. In der vollbesetzen Martini-Kirche begeisterten die 65 Sängerinnen und Sänger das Publikum und ließen an diesem Geburtstag der Kirche das Wirken des Heiligen Geistes hör- und spürbar werden. In nur drei Tagen erarbeiteten die Jugendlichen ein stilistisch breites, umfangreiches und anspruchsvolles Programm, das gerade auch den teilweise noch sehr jungen Sängerinnen und Sängern einiges an Konzentration und Können abverlangte.
Der Auftakt des abwechslungsreichen Konzertes gehörte der Stimme einer Künstlichen Intelligenz mit ihrer Antwort auf die Frage, was es im Jahr 2026 in Politik, Sport und Wirtschaft Neues geben wird. Damit war der Ton gesetzt: Das „Neue“ blieb der rote Faden im Konzert, angelehnt an die Jahreslosung aus der Offenbarung „Gott spricht: Siehe, ich mache alles Neu!“. In sechs Kapiteln führten der Chor, eine Band, Solistinnen und Solisten, Musizierende an Streich- und Blasinstrumenten sowie der 27-köpfige Kinderchor „RaSiMuTa Kids“ durch verschiedene Facetten des „Neuen“. Dabei kleideten die Füße der Sängerinnen und Sänger alte Schuhe, die durch viel Farbe einen neuen Anstrich erhalten hatten – und nun ein buntes, neues Bild abgaben.
Im ersten Konzertabschnitt mit dem Motto „#wie.NEU.geboren“ sang der Chor das begeisternde „Born again“ von Tore W. Aas, dass die Neugeburt durch den Heiligen Geist verkündet. Das Kapitel „#NEUstart“ begann mit dem Werk „Judas“ von Josiah Queen, das davon berichtet, dass Gott uns trotz der eigenen Schwachheit und Schuld immer wieder einen Neustart ermöglicht und er immer angerufen und um neue Hoffnung gebeten werden kann. Auch weltliche Songs kamen im Kapitel „erNEUerbar“ zur Aufführung. Etwa das nachdenkliche „Little Blue“ von Jacob Colliers, wundervoll arrangiert von Benedikt Hölker (Köln), das von der Hoffnung auf neue Wege aus menschlicher Traurigkeit und Schmerz erzählt. Ein Höhepunkt war die energiegeladene Aufführung des Hits „Alles neu!“ von Peter Fox – einem Song über den Drang eines Menschen, immer wieder Neues zu wagen, nicht stehen zu bleiben und mit voller Kraft in Richtung Zukunft zu steuern. Im Abschnitt „#aufs.NEUE“ sang der Chor a capella Vertonungen alttestamentarischer Texte – wie etwa Bachs Doppelmotette „Singet dem Herrn ein neues Lied“ oder auch Brahms "Schaffe in mir Gott ein reines Herz". Für besondere Begeisterung sorgten die „#NEWcomer“ der RaSiMuTa-Kids – unter anderem mit dem Lied „Alles NEU“, dass davon handelt, dass Gott das Leben neu macht und er neues Leben und seinen Segen schenkt. Unter dem Motto "#NEUland" brachte der Chor eine beeindruckende Interpretation des Stücks "Richtige Dauern" von Karl-Heinz Stockhausen zur Aufführung, in der Melodien aus dem Konzert zu erhören waren. Das Lied zur Jahreslosung „Alles NEU!" von Jan Primke und Jürgen Werth führte der Chor mit selbst getexteten RaSiMuTa-Strophen auf - was dem Lied eine sehr persönliche Note verlieh. Gegen Ende des Konzertes sang der Jugendchor gemeinsam mit den RaSiMuTa-Kids und begleitet von Streichinstrumenten das Stück „Gott segne Dich" - in einem berührenden Arrangement von Finn-Ole Steffen (Bochum). Das Konzert endete mit dem „You are good“ von Israel Haughton – einem Lobpreis auf den guten Gott, dessen Gnade ewig währt und von Menschen aus allen Nationen und Sprachen angebetet wird. Das Publikum ließ sich mitreißen von der Energie der Musik und spendete am Ende Standing Ovations.
Die musikalische Leitung der RaSiMuTa lag bei Steffi Buyken-Hölker und Benedikt Hölker (Köln), die Leitung der RaSiMuTa-Kids bei Evelyn Buyken (Köln) und Finn-Ole Steffen (Bochum). Begleitet wurde der Chor durch die exzellente RaSiMuTa-Band mit Jakobine Dreß (Berlin, Klavier), Benedikt Hölker (Gitarre), Caspar Buyken (Köln, Kontrabass & Cello) und Mattheo Hölker (Köln, Schlagzeug). Die organisatorische und theologische Leitung lag bei Pfarrer Hinrich Schorling (Witten) und Anna Schorling (Bochum). Ein über 25-köpfiges Küchen- und Helferteam aus der Martini-Gemeinde Radevormwald hatte sich bereit erklärt, alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu verköstigen. Die Martini-Gemeinde brachte ihre Gäste überwiegend in Privatquartieren unter. So wurden die RaSiMuTa auch 2026 erneut ein gemeinsames Fest des Glaubens – für die Musikerinnen und Musiker, für die Martini-Gemeinde und die vielen Gäste im Abschlusskonzert.