SELK-Aktuell

150-jähriges Gemeindejubiläum in der Auferstehungskirche Marburg

MarburgAm 12. Sonntag nach Trinitatis, feierte die nun mit den früheren Gemeinden Treisbach und Warzenbach verschmolzene Gemeinde Marburg ihr 150-jähriges Gemeindejubiläum mit Gästen aus der Ökumene und den Nachbargemeinden. Im musikalisch festlich gestalteten Gottesdienst entfaltete Pfarrer Manfred Holst im Predigtwort die Aussage des Apostels Paulus, dass niemand einen anderen Grund legen könne, außer dem, der gelegt ist: Jesus Christus (1. Korinther 3). Eine besondere Freude war es, dass in den Grußworten von Dekan Dr. Burkhard Freiherr von Dörnberg für die Evangelische Kirche in Marburg (EKKW) und Dechant Sebastian Blümel für die Römisch-Katholische Kirche in Marburg die ökumenische Verbundenheit mit der SELK gewürdigt wurde. Weitere Grußworte sprachen Propst Jörg Ackermann, Melsungen, und Kirchenvorsteher Christian Heicke, Dreihausen. Er überbrachte Gruße der Nachbargemeinde Dreihausen und erinnerte daran, dass am Anfang der Geschichte der Gemeinde der Dreihäuser Pfarrer Heinrich Schedtler die Marburger Gemeindeglieder seelsorgerlich und gottesdienstlich betreute.

Schon damals formulierte Pfarrer Schedtler aufgrund der Kleinheit der Gemeinde, dass die Gemeindegründung eine Gründung auf Hoffnung sei.

Im Anschluss an das Mittagessen überraschte Pfarrerin i.R. Christa Reuter (EKKW), die seit vielen Jahren mit der Gemeinde verbunden ist, mit einem besonderen Geschenk. Sie übergab eine über 100jährige Lutherstatue aus ihrem Besitz und zitierte aus einer Lutherpredigt: "Denn das Wort macht feine sanfte Leute und stille fröhliche Herzen, die in Ängsten nicht verzagen noch ungeduldig werden." Am Schluss des Jubiläums erinnerte Pfr. Manfred Holst in einem Vortrag an die Geschichte der Gemeinde. Es wurde deutlich, dass es für die Gemeinde und den Pfarrbezirk viele Herausforderungen gab. Trotz der Kleinheit der Gemeinde konnte sie ihren Gemeindestatus bewahren und wurde so immer wieder „eine Heimat auf Zeit“ für junge Menschen, die in Marburg studiert haben oder eine Ausbildung absolvierten. Eine weitere Herausforderung und ein großer Wunsch war es, in der Stadt eine eigene Kapelle zu kaufen. Nach langer Zeit im Jahre 1956 wurde die frühere Totenkapelle am alten Friedhof gekauft und restauriert. Schon vier Jahre später im Jahr 1960 kam ein eigenes großes Pfarrhaus dazu und im Jahr 2005 wurde die Gemeinde Eigentümerin eines Hauses direkt bei der Kirche (Adam-Krafft-Haus), in dem ein Gemeinderaum und Wohnungen für Studierende Platz haben. Das Jubiläum endete mit vielen Gesprächen zum einen darüber, wie segensvoll die Geschichte der Gemeinde bis heute ist und zum anderen wie die Zukunft der Gemeinde und der Kirche in diesen krisenhaften Zeiten aussehen könnte.

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