Trinitatiszeit – gar nicht so langweilig wie gedacht


Die Sonntage nach Trinitatis führen durch die sogenannte Trinitatiszeit – die längste Zeit des Kirchenjahres. Sie ist geprägt von der Frage, wie der christliche Glaube im Alltag Gestalt gewinnt. Während die großen Feste wie Weihnachten, Ostern und Pfingsten das Heilshandeln Gottes feiern, richten die Sonntage nach Trinitatis den Blick auf das Leben der Gemeinde und jedes einzelnen Christen. Jeder Sonntag hat dabei ein eigenes Thema, das einen besonderen Aspekt des Glaubens hervorhebt und zur Orientierung für das Leben einlädt. Dazu zwei Beispiele ...

Trinitatis

Der 6. Sonntag nach Trinitatis steht unter dem Leitgedanken „Leben aus der Taufe“. In den biblischen Texten dieses Sonntags wird deutlich, was die Taufe ist. So ist dieser Sonntag auch ein Fest der Erinnerung an die eigene Taufe.

Der 7. Sonntag nach Trinitatis trägt das Thema „Am Tisch des Herrn – Abendmahl“. Im Mittelpunkt steht Gottes Sorge um den Menschen – leiblich und geistlich. Die biblischen Lesungen erzählen von Brot, Gemeinschaft und dem Teilen. Dieser Sonntag erinnert uns daran, was Gott uns im Abendmahl schenk: seinen Leib und sein Blut in den Gaben von Brot und Wein.

Die Trinitatiszeit insgesamt lenkt den Blick auf den gelebten Glauben. Sie fragt danach, wie Christsein im Alltag sichtbar werden kann. Die einzelnen Sonntage greifen unterschiedliche Themen wie Taufe, Barmherzigkeit, Nachfolge, Gebet, Gerechtigkeit oder Hoffnung auf und zeigen, dass christlicher Glaube nicht nur im Gottesdienst, sondern im täglichen Leben Gestalt gewinnt. So lädt die Trinitatiszeit dazu ein, den eigenen Glauben immer wieder neu zu entdecken und aus der Gemeinschaft mit Gott Kraft für das Leben zu schöpfen.


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