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Reformationsgottesdienst in Görlitz

GoerlitzEinen gemeinsamen Reformationsgottesdienst mit Beichte unter Handauflegung und Heiligem Abendmahl feierten die Gemeinden Klitten, Weigersdorf und Görlitz am 31. Oktober 2026 in Görlitz. Fast 70 Gottesdienstbesucher erlebten einen, mit tatkräftiger Unterstützung eines gemeinsamen Posaunenchores mit Bläsern aus allen drei Gemeinden, gestalteten festlichen Gottesdienst, der von Pfarrer i.R. Harald Karpe geleitet wurde. Auch Einwohner aus Görlitz und Umgebung wurden über eine Anzeige im „Wochenkurier“ auf diesen Reformationsgottesdienst aufmerksam gemacht und es haben sich einige einladen lassen, die mehr über die lutherische Kirche erfahren wollten. Begonnen wurde der Gottesdienst mit 2x3 Schlägen von 2 Kindern an die Kirchentür. Dort hatten Gemeindeglieder die 10 Gebote und Luthers 95 Thesen angebracht. Mit dem Gummihammer, den die Kinder an die Kirchentür geschlagen hatten – die Idee stammte vom Posaunenchorleiter der Weigersdorfer Gemeinde Alfred Richter –, zog Pfarrer Karpe in den Gottesdienstraum ein und verkündigte:

„Wir feiern heute Süßes oder Saures. Jesus Christus, der Sohn des lebendigen Gottes, ist nach den biblischen Verheißungen in diese Welt gekommen und hat Sünde, Tod und Teufel Saures gegeben. Er hat dem Teufel, der alten Schlange, den Kopf zertreten und ihm somit „Saures“ gegeben.

Zwar hat der Teufel ihm dabei in die Ferse gestochen, so dass Jesus am Kreuz gestorben ist. Aber mit seiner Auferstehung hat Jesus das süße Evangelium ans Licht gebracht, dass wir nun allein durch Jesus, allein durch den Glauben, allein aus Gnade um Christi Willen selig werden; und das wissen wir allein aus der Heiligen Schrift.“ Wie das aussieht, hat der Prediger dann anhand des vorgegebenen Predigttextes ausgelegt.

Nach dem Gottesdienst wurden bei einem Kirchenkaffee mit leckerem Kuchen, noch verschiedene Inhalte der Predigt im Gespräch vertieft. So fragte dort eine Gottesdienstbesucherin, die sich durch eine Zeitungsanzeige eingeladen wusste, was es denn in dieser Gemeinde für weitere Angebote gäbe, weil sie sich dafür nach dem Erlebten interessiere. Die Botschaft der lutherischen Reformation ist auch heute noch aktuell und einladend, das konnte man beim Reformationsfest in Görlitz erleben.

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