Erneuerung des Kirchdachs in Heldrungen


Die St. Golgatha-Gemeinde Heldrungen gehört zum Pfarrbezirk Weißenfels – Sangerhausen – Heldrungen und hat mit dem Jugendbegegnungszentrum einen Ort, der über die Gemeindegrenzen hinauswirkt. Die Golgathakirche, in der sonntäglich Gottesdienst gefeiert wird, benötigt eine vollständige und denkmalschutzkonforme Erneuerung des Kirchendachs. Das Diasporawerk unterstützt das Vorhaben – gerne auch mit Ihrer Spende!

Das Diasporawerk in der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) ist eine Einrichtung, die sich seit über 125 Jahren der verstreuten lutherischen Gemeinden annimmt, Hilfe und Verbindungen vermittelt. Das Werk wirkt in der SELK und über die Kirchgrenzen hinaus, setzt Zeichen geschwisterlicher Verbundenheit im In- und Ausland und fördert mehrere Projekte im Jahr. Das Diasporawerk gibt 3 Mal im Jahr ein Heft heraus, in dem über aktuelle Projekte berichtet wird. Im aktuellen Heft ist das Kirchdach der Golgathakirche in Heldrungen das Titelthema. Lesen Sie hier den Bericht von Pastor Dr. Jonathan Rehr.


Diaspora

Die Golgathakirche in Heldrungen steht auf geschichtsträchtigem Boden. Schon Martin Luther und Philipp Melanchthon erwähnten in ihren Briefen die kleine Stadt Heldrungen, die seit 2019 zu der thüringischen Stadt An der Schmücke (ca. 6.000 Einwohner) gehört. Grund dafür ist, dass der Schwärmer Thomas Müntzer 1525 im Zuge des Bauernkriegs im Turm der Festung Heldrungen festgesetzt wurde. Hingerichtet wurde Müntzer jedoch nicht auf der damals angrenzenden Richtstätte, sondern vor den Toren Mühlhausens.

Die genannte Heldrunger Richtstätte sollte aber für die bereits 1837 gegründete altlutherische Gemeinde in Heldrungen eine besondere Rolle spielen. Auf diesem Grund konnte die Gemeinde, die zuvor in einer Ölmühle und einer Scheune zusammenkam, in den Jahren 1883 und 1884 eine Kirche im neuromanischen Baustil errichten. Als Architekt wurde der Naumburger königliche Baurat Werner gewonnen, der auch für die Restaurierung des Naumburger Doms verantwortlich war.

AltarIn großer Weisheit verdrängte man nicht die Geschichte des Baugrunds, sondern deutete sie geistlich, indem man die Kirche nach der Richtstätte Jesu Golgathakirche nannte. Damals wie heute steht die Gemeinde auf dem festen Grund Jesus Christus, der auf Golgatha das Zornesgericht Gottes erlitt, damit alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben und nicht in das Gericht kommen (Joh 5,24). Eine Randbemerkung: Werner Elert, ein Lehrer der lutherischen Kirche, wurde in Heldrungen geboren und in der Golgathakirche getauft. Er verweist darauf, dass man früher eine Hinrichtung auch als „Rechtfertigung“ bezeichnete und dass dementsprechend gilt: „Meine Rechtfertigung ist der Tod Christi, der mein Tod ist.“

Sonntäglich kommt die Gemeinde in großer Treue unter dem Kreuz Christi zusammen. Sie gehört dem Pfarrbezirk Weißenfels - Sangerhausen - Heldrungen an. Durch das Jugendbegegnungszentrum, das vom missionarischen Anliegen der Gemeinde zeugt, bestehen zudem viele übergemeindliche Kontakte.

Nachdem sich die Gemeindeglieder über Jahre mit viel Eigenleistung um das schiefergedeckte Satteldach gekümmert haben, ist nun eine vollständige und Denkmalschutzkonforme Erneuerung notwendig geworden. Durch die sogenannte Nagelfaulheit sind die verschieferten Dachflächen durch Fehl- und Flickstellen geschädigt und insgesamt verschlissen. Das führt in der Folge auch dazu, dass teilweise völlig intakte Schieferplatten vom Dach fallen und Kirchhofbesucher gefährden. Der finanzielle Rahmen des Projekts beläuft sich auf 130.000 €.

Die Golgathagemeinde Heldrungen ist dem Diasporawerk von Herzen für die großzügige finanzielle Unterstützung dankbar!

In Verbundenheit des Glaubens grüßt im Namen der Gemeinde,
Pastor Dr. Jonathan Rehr



Möchten Sie für dieses Projekt spenden, dann gerne an:
DIASPORAWERK in der SELK -Gotteskasten- e.V.
Postbank Dortmund
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BIC: PBNKDEFF
Verwendungszweck: 2026-2 Heldrungen


Weitere Infos:
www.diasporawerk-selk.com

Im aktuellen Diaspora-Heft finden Sie auch noch weitere Fotos und Berichte.

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