St. Marien Berlin-Zehlendorf: Kirchweihfest mit Prof. Dr. Klän
Am 8. Februar 2026 feierte die Evangelisch-Lutherische St. Mariengemeinde (SELK) ihr diesjähriges Kirchweihfest. In der Beichtandacht legte der Hauptpastor an St. Marien, Pfarrer Markus Büttner, das Bibelwort über Johannes 16,33 (Dies habe ich mit euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden). Im kirchenmusikalisch reich ausgestalteten Festgottesdienst in Form der Heiligen Messe der Evangelisch-Lutherischen Kirche spielte Annette Lossin die Orgel sowie das Piano und leitete den Chor. Auch der Posaunenchor von St. Marien wirkte mit Vorspielen und in der Choralbegleitung mit. Der Einladung zum Kirchweihfest war Prof. em. Dr. Werner Klän (Lübeck) gefolgt.
Er predigte über das Bibelwort Jesaja 66,1-2. Drei Kernsätze gab er der Festgemeinde mit: „Gott ist da – auch ohne uns, Gott ist da – auch trotz und gegen uns, Gott ist da – wenn wir ihn brauchen: für uns.“ Im Anschluss an den Gottesdienst fand die Gemeinde zum Mittagessen, um dann gestärkt den Festvortrag in der Kirche zu hören: „Wer mich bekennt vor den Menschen …“ Christliches Bekennen in unserer Zeit und Welt – Herausforderungen. Zunächst führte Prof. Klän aus, dass Christenmenschen zum Zeugendienst für den Herrn gerufen vor der Welt gerufen sind. „Der Ernst christlichen Bekennens ergibt sich aus einer endzeitlichen Sichtweise. Was Christen „glauben, lehren und bekennen“, verantworten sie vor dem Richterstuhl Christi.“ In einem weiteren Punkt stellte er den Zuhörern die Herausforderungen vor der Christen, Gemeinden und die Kirche stehen vor Augen: Säkularisierung, Postmoderne, das Zeugnis des Glaubens vor anderen Religionen, Konfessionen und dem Staat. Hieraus ableitend sind Schlussfolgerungen für und in der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche zu ziehen. Abschließend führte er Anwendungsbeispiele an. Es folgte eine angeregte Aussprache, bevor der Festtag mit Kaffee und Kuchen im festlich geschmückten Gemeinderaum zu Ende ging. HERR, ich habe lieb die Stätte deines Hauses und den Ort, da deine Ehre wohnt. (Psalm 26,8)