Stellungnahme "Verhältnis zwischen Staat und Kirche"
Die 3. Tagung der 15. Kirchensynode, die vom 17. bis 20. September 2025 in Fulda tagte, hat eine Stellungnahme für die Gemeinden der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) verabschiedet, die sich mit der Verhältnisbestimmung zwischen Staat und Kirche und aktuell brennenden Fragen unserer Gesellschaft beschäftigt. Der Synode lag dazu eine Entwurfsfassung des 15. Allgemeinen Pfarrkonvents (APK) der SELK ebenfalls aus dem Jahr 2025 vor.
Die 15. Kirchensynode legt den Gemeinden der SELK folgende Stellungnahme vor:
Verhältnis zwischen Staat und Kirche
Die lutherische Kirche betont die Unterscheidung der beiden Bereiche von Staat und Kirche. Jesus Christus betet für seine Jünger: „Ich bitte nicht, dass du sie aus der Welt nimmst, sondern dass du sie bewahrst vor dem Bösen. Sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin.“ (Johannes 17,15-16). „Mein Reich ist nicht von dieser Welt“ (Johannes 18,36), sagt Jesus. Deshalb geht es in der Kirche zuerst und vor allem um die ewigen Güter, um die Verkündigung von Gesetz und Evangelium und die Sakramente. In der kirchlichen Verkündigung muss deshalb die Verkündigung des ewigen Heils durch Jesu Christi Kreuzestod und Auferstehung Vorrang haben.
Zugleich sind wir Christinnen und Christen Staatsbürger in einem Bereich, den die Heilige Schrift als „Welt“ bezeichnet. Der Apostel Petrus schreibt: „Seid untertan aller menschlichen Ordnung um des Herrn willen, es sei dem König als dem Obersten oder den Statthaltern als denen, die von ihm gesandt sind…“ (1. Petrus 2,13-14).
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Die komplette Stellungnahme können Sie HIER als pdf-Datei lesen, herunterladen und ausdrucken.