Diasporawerk der SELK zu Gast in Bremen
Am 20. und 21. Juni fand in der Bethlehemsgemeinde der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) in Bremen der diesjährige Diasporatag des Diasporawerkes in der SELK – Gotteskasten e.V. – statt. Am Samstagnachmittag trat der Vorstand des Diasporawerkes zu seiner zweiten Sitzung im laufenden Jahr zusammen. Kurzfristig musste der Vorsitzende, Superintendent Gottfried Heyn (Hannover), krankheitsbedingt absagen. Die Vorstandsmitglieder wünschten ihm eine baldige Genesung und freuten sich über die Nachricht, dass sich sein Gesundheitszustand bereits am Sonntag wieder gebessert hatte.
Im Mittelpunkt der Beratungen standen die Verteilung der zur Verfügung stehenden Mittel, die Vorbereitung der Mitgliederversammlung, Fragen der Öffentlichkeitsarbeit sowie die weitere Entwicklung des Werkes. Zudem wurde über die Suche nach einer Nachfolge für die zum Jahresende ausscheidende Kassenwartin Britta Lederbogen beraten.
Am Sonntag feierte die gastgebende Bethlehemsgemeinde gemeinsam mit Gästen aus nah und fern einen festlichen Diasporagottesdienst. Die Liturgie hielt Pfarrer Daniel Schröder (Bremen), die Predigt übernahm Pfarrer Tino Bahl (Bielefeld). Rund 35 Gottesdienstbesucher nahmen an der Feier teil.
Im Anschluss an den Gottesdienst fand die Mitgliederversammlung des Diasporawerkes statt, an der etwa 25 Personen teilnahmen. Geschäftsführer Markus Mickein (Karlsruhe), die stellvertretende Vorsitzende Annette Biallas (Paderborn) sowie Pfarrer Tino Bahl informierten über die Aufgaben, die Arbeitsweise und aktuelle Projekte des Diasporawerkes. Dabei wurde deutlich, wie vielfältig die Unterstützung lutherischer Gemeinden und kirchlicher Initiativen in der Diaspora im In- und Ausland ist.
Die Mitgliederversammlung nahm die Berichte des Vorstandes und der Kassenführung entgegen und erteilte Vorstand und Kassenwartin Entlastung. Ebenso wurde der Haushalt beschlossen.
Auf Vorschlag des Vorstandes wurden Fördermittel in Höhe von insgesamt 27.000 Euro für verschiedene Projekte bewilligt. Unterstützt werden unter anderem Vorhaben in Gemeinden der SELK sowie Projekte lutherischer Kirchen und Gemeinden im Ausland.
Besondere Aufmerksamkeit fand dabei die Unterstützung einer lutherischen Flüchtlingsgemeinde im namibischen Flüchtlingslager Osire. Die Gemeinde besteht überwiegend aus Flüchtlingen aus der Demokratischen Republik Kongo. Nachdem das Diasporawerk bereits den Bau eines Kirchraumes unterstützt hatte, bewilligte die Mitgliederversammlung nun weitere 2.000 Euro für die Schulbildung von etwa 80 schulpflichtigen Kindern der Gemeinde. Mit dieser Förderung soll den Kindern weiterhin der Schulbesuch ermöglicht werden.
Die Teilnehmenden zeigten großes Interesse an den vorgestellten Projekten und nutzten die anschließende Begegnungszeit bei gemeinsamen Mahlzeiten, Kaffee und Kuchen zu Gesprächen und zum Austausch.
Der Vorstand des Diasporawerkes dankt der Bethlehemsgemeinde Bremen herzlich für die freundliche Aufnahme, die Gastfreundschaft und die hervorragende Organisation des Diasporatages 2026.