Sängertag in Essen
„Eingeladen zum Fest des Glaubens“! So eröffnete eine große Festgemeinde den Sängertag 2026 des Kirchenbezirks Rheinland-Westfalen in Essen. In einem musikalischen Gottesdienst stimmten die Ortsgemeinde und Gäste aus dem Kirchenbezirk und der Nachbarschaft immer wieder mit den ca. 40 Sängerinnen und Sängern der Chöre im Westen in das Singen zu Gottes Lob und Ehre ein. Unterstützt wurden sie vom Bläserensemble im Westen und Organist Franz Rudolf Eles, Köln.
Zu den erklungenen Werken gehörten reizvolle neue Vertonungen und Arrangements u.a. mancher Lieder des Gesangbuchs und der Komm und sing-Liederbücher von Thomas Nickisch, wie etwa die Chorsätze zu „Wir suchen deine Nähe“ und „Wir loben und wir preisen dich“ mit deutschem Text von Karl Böhmer/Südafrika zu einer Melodie von Gustav Holst. Letzteres erklang mit Chor und Gemeinde, Orgel, Bläsern und Pauken als festliches Sanctus vor dem Abendmahl. Neu und für diesen Tag ebenfalls vom Kantor des Kirchenbezirks komponiert war das Bläservorspiel „Kommt, atmet auf, ihr sollt leben“ zu 4-5 Stimmen mit abwechslungsreichen harmonischen und instrumentalen Ideen. Die Motette „Meine Seel ist stille zu Gott“ von Moritz Hauptmann brachte auf kleinem Raum frühromantische Klänge ein und bietet als Impuls auch für die Chorarbeit in den Gemeinden gut zu bewältigende, lohnende Musik. Ein klanglicher Höhepunkt sicherlich war das „Gloria“ des englischen Komponisten Christopher Tambling. Brachte zunächst nur der Chor die fröhliche Melodie und den griffigen Satz an der liturgischen Stelle zu Gehör, wiederholte es schließlich die ganze Gemeinde mit Chor, Orgel, Bläsern und Pauken als klangprächtiges Ausgangsstück. Die ansprechende Werkauswahl und Arrangements waren Thomas Nickisch wieder sehr gelungen und unter seiner souveränen Leitung von den Sängerinnen und Sängern gut zu bewältigen.
Pfarrer i.R. Bernd Reitmayer, Witten, stellte in seiner Predigt über das Evangelium des Tages vom Fischzug des Petrus das Vertrauen in Jesu Worte und Verheißungen heraus und unterstrich eindrücklich den Bezug der frohen Botschaft auf unser Leben. Superintendent Michael Otto, zugleich Ortspastor in Essen, war Liturg in dem Gottesdienst, zu dem auch die Gemeinden des Kirchenbezirks eingeladen waren.
„Wie dankbar dürfen wir der kleinen Essener Gemeinde sein für die in den Kirchenbezirk ausstrahlende Gastfreundschaft, alle Vorbereitungen und die gelungene Ausrichtung des Tages“, so Hans-Hermann Buyken, Kamp-Lintfort, Vorsitzender des Kirchenmusikalischen Arbeitskreises im Westen. „Der schöne Gottesdienst in unserer Kirche hat uns so viel zurückgegeben“, war eine ebenfalls dankbare Stimme aus dem Essener Vorbereitungsteam.
Die Kirche, das vor einiger Zeit neu gestaltete Gemeindezentrum, der Pfarrgarten und sogar die Pfarrwohnung des Pastors waren hergerichtet worden, um allen Gästen Sitzplätze zu bieten. Das gute Wetter lockte aber nach draußen und die Freiluftplätze im Garten und vor der Kirche wurden u. a. beim mittäglichen Mitbringbuffet und Gegrilltem gerne angenommen. Nach dem Gottesdienst waren alle zum Kaffeetrinken eingeladen und ein schöner Tag klang mit Volksliedmusik des Bläserensembles und einiger Bezirksbläser, mit gutem Austausch und netter Gemeinschaft aus.