Pfarrdiakone der SELK treffen sich in Hannover
Vom 3. bis 5. Juli 2026 trafen sich die Pfarrdiakone der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) auf Einladung von Bischof Hans-Jörg Voigt D.D. im Kirchenbüro der SELK in Hannover. Acht der derzeit insgesamt 11 Pfarrdiakone konnten ihre Teilnahme ermöglichen. Die Gespräche begannen am Freitag mit einer ausführlichen Vorstellungsrunde, in der die Pfarrdiakone auch ihre unterschiedlichen Wege zu diesem ehrenamtlichen Dienst darstellten.
Am Samstag hielt Bischof Voigt einen Vortrag zum Thema „Gesetz, Evangelium und Paränese in der Predigt“. Mit dem Begriff der Paränese werden „Ermahnungen“ bezeichnet, die sich überwiegend in den Briefen des Neuen Testaments finden. Der Referent stellte die Frage: „Wovon erwarten Sie Veränderung im Leben Ihrer Gemeinde, von der Verkündigung des Gesetzes oder der Paränesen oder von der Verkündigung des Evangeliums?“ Die Antwort gab Voigt mit einem Zitat aus der Konkordienformel, eine der lutherischen Bekenntnisschriften, wo es heißt: „Denn das Gesetz sagt wohl, es sei Gottes Wille und Befehl, dass wir im neuen Leben wandeln sollen, es gibt aber die Kraft und das Vermögen nicht, dass wir‘s anfangen und tun können, sondern der Heilige Geist, welcher nicht durch das Gesetz, sondern durch die Predigt des Evangeliums gegeben und empfangen wird, Galater 3, erneuert das Herz.“
Dem folgte ein engagierter Austausch über die unterschiedlichen Erfahrungen im Gemeindedienst der Pfarrdiakone. Das Treffen fand seinen Abschluss mit dem Gemeindegottesdienst der Bethlehemsgemeinde der SELK in Hannover, in dem für den Dienst der Pfarrdiakone gedankt wurde.
Bischof Voigt meinte gegenüber SELK_Aktuell, er halte es für eine besondere Gabe des Pfarrdiakonats, dass sich Menschen aus der Mitte eines „weltlichen Berufes“ ehrenamtlich in das geistliche Leben der Ortsgemeinden einbringen. Voigt sagte: „Man spürt den Pfarrdiakonen ab, wie sie ihr Christsein mit Herzblut und hoher Verbindlichkeit leben. Das hat eine große Glaubwürdigkeit.“
Zu „Wesen des Dienstes eines Pfarrdiakons“ heißt es in den kirchlichen Ordnungen der SELK:
„Ein Pfarrdiakon ist ein getaufter und konfirmierter Christ, der sich durch theologische und pastoraltheologische Studien sowie pastorale Praxis Kenntnisse und Fähigkeiten angeeignet hat, die ihn befähigen, in besonderem Maße dem Gemeindeaufbau zu dienen.“