SELK-Aktuell

SELK-Kirchenleitung tagt in Oberursel

OberurselRegelmäßig einmal im Jahr tagt die Kirchenleitung der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) in Oberursel / Taunus auf dem Campus der Lutherischen Theologischen Hochschule (LThH). In diesem Jahr fand die Sitzung vom 9. bis 11. Juli statt. In einer zweistündigen gemeinsamen Sitzungsperiode mit der Fakultät der LThH nahm die Kirchenleitung dankbar die erfolgreiche Reakkreditierung der LThH zur Kenntnis. In diesem Zusammenhang beschloss die Kirchenleitung einige Ordnungsänderungen vor allem in der Studienordnung der LThH, um die Akzeptanz für an anderen Fakultäten erworbene Studienleistungen zu erhöhen. Die Kirchenleitung wurde zudem über die angespannte Haushaltslage der LThH informiert.

Das Einsparungspotenzial sei nahezu ausgeschöpft. Erfreulich gestalte sich die geplante Zusammenarbeit mit der Goethe-Universität Frankfurt/Main im Bereich der Altsprachen. Bei einem Rundgang über den Campus der Hochschule wurde zudem kontinuierlich hohe Sanierungsbedarf der Altbauten benannt.

Am Abend des ersten Sitzungstages der Kirchenleitung kam es zu Begegnungen zwischen Mitgliedern der Kirchenleitung, Studierenden und Fakultät der LThH. Die Stimmung dieser Gespräche wurde von allen Beteiligten als sehr angenehm und entspannt wahrgenommen.

Am zweiten Sitzungstag beriet die Kirchenleitung wie auf jeder ihrer Sitzungen die Situation der vakanten Pfarrbezirke und den Stand der Berufungsbemühungen. Ebenso wurden Personalfragen behandelt. Längerer Gesprächsbedarf entstand im Zusammenhang von Umlagezusagen einzelner Pfarrbezirke für das Jahr 2027, die nur unter Vorbehalt gegeben wurden. Die „Umlage“ bezeichnet regelmäßige Zahlungen der Gemeinden über die Kassen der Kirchenbezirke an die Allgemeine Kirchenkasse (AKK) der SELK, mit denen zu über 90% die Pfarrgehälter und Personalkosten der SELK finanziert werden. Die Vorbehalte beziehen sich vor allem auf die Erwartung, dass die 16. Kirchensynode der SELK im Jahr 2027 Schritte zur Ermöglichung der Ordination von Frauen beschließen möge. In einem von Kirchenleitung und Synodalkommission für Haushalt und Finanzen gemeinsam verantworteten Brief an diese Gemeinden, wird gebeten, diese Vorbehalte zurückzunehmen, da für die Erstellung des Haushaltes verbindliche Zusagen erforderlich seien. Schlimmstenfalls müssten die Pfarrgehälter im Jahr 2027 um 25% gekürzt werden.

Die Kirchenleitung beschloss auf ihrer Sitzung Schritte zur Erarbeitung eines Medienkonzepts. Zudem wurde die mögliche Annahme eines revidierten Papiers über die ökumenische Zusammenarbeit, der „Charta Oecumenica“, beraten. Der Kirchenleitung lag dazu ein Gutachten von Professor em. Dr. Werner Klän D.Lit. vor. In ihrer ursprünglichen Fassung wurde die „Charta Oecumenica“ von allen SELK-Bezirkspfarrkonventen beschlossen.

In einer Andacht in der Kapelle des neuen Bibliotheksgebäudes der LThH betete die Kirchenleitung besonders für erkrankte Pfarrer und Mitarbeiter der Kirche und deren Familienangehörige.

© 2026 | SELBSTÄNDIGE EVANGELISCH-LUTHERISCHE KIRCHE (SELK)