Synode Niedersachsen-West in Hermannsburg | 10.05.2017

"Wir machen uns gemeinsam auf den Weg!"
SELK-Synode Niedersachsen-West tagte

Hermannsburg, 10.5.2017 - selk - Am 5. und 6. Mai tagte die Synode des Kirchenbezirks Niedersachsen-West der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) in den Räumen der Kleinen Kreuzgemeinde in Hermannsburg. Viele Mitarbeitende aus der Gemeinde sorgten perfekt für den äußeren Rahmen der Tagung. Zentraler Punkt der Synode war am ersten Tag der Abendgottesdienst, in dem Vikar Daniel Schröder (Hermannsburg) die Predigt hielt.

Thematisch stand die Synode ganz unter dem Auftrag der Kirchenleitung und des Kollegiums der Superintendenten, in den nächsten fünf Jahren strukturell zu arbeiten, um in der SELK Stelleneinsparungen im Stellenplan vorzunehmen.

Superintendent Peter Rehr (Soltau) hielt seinen Jahresbericht mit diesem Akzent. Er verwendete das Bild vom Gartenbau für die anstehenden Reformen. Dabei stellte er heraus, dass konzentriert sowohl am Pfarrerbild als auch am Gemeindebild der SELK gearbeitet werden müsse. Dazu solle auch innerhalb der Gemeinden ermuntert werden. Übergeordnet sollte sich jedes Gemeindeglied darüber klarwerden, was "wir an unserer lieben kleinen SELK haben". Dabei gehe es um die Frage eines Alleinstellungsmerkmals, das positiv auch nach außen vertreten werden kann und mag. Auch der Bericht aus der Kirchenleitung von Propst Johannes Rehr (Sottrum) konzentrierte sich auf Fragen, die mit der Strukturveränderung in der Kirche zu tun haben, und zeigte auf, wie in den unterschiedlichen Kirchenbezirken der Kirche die Arbeit angegangen wird.

Das Präsidium, Kerstin Münch und Pfarrer Martin Rothfuchs (beide Tarmstedt), führte professionell durch die Beratungen. Dabei wurde die Aussprache zu den Berichten in Form eines "Open Space" gestaltet. Die sich frei bildenden Gruppen trafen sich mit einer Tasse Kaffee an Bistrotischen und tauschten sich mit klaren Fragestellungen zu den Berichten aus. Die Synodalen konnten die Gruppen auch während der Diskussion wechseln. Ergebnisse wurden an Stellwänden gesammelt.

Nach intensiver und engagierter Arbeit wurde der Synode abschließend eine These vorgestellt, zu der der Kirchenbezirksbeirat ein Meinungsbild erbeten hatte: "Wir haben im Kirchenbezirk Niedersachsen-West den Auftrag der Kirchenleitung und des Superintendenten-Kollegiums gehört. Wir machen uns gemeinsam auf den Weg, an diesem Projekt mitzuarbeiten. Wir wollen im Kirchenbezirk daran arbeiten, wie wir mit weniger hauptamtlichen Pastoren die Arbeit gestalten können." Mit einem einstimmigen Votum der Synode wird jetzt die Arbeit weiter vom Kirchenbezirksbeirat gesteuert. Die Rückmeldung an die Kirchenleitung, die bis zum 31. Juli vereinbart war, kann damit positiv erfolgen. Im Herbst wird es einen Kirchenbezirkstag zum Thema der Strukturen in Bremen geben.

Die Synode hatte über einen Antrag der Zionsgemeinde Soltau abzustimmen, der darauf zielte, die Lutherische Theologische Hochschule der SELK in Oberursel zu schließen. Dieser Antrag wurde von der Synode abgelehnt. Das hinter dem Antrag liegende Interesse, innerhalb der SELK eine intensivierte Auseinandersetzung mit Strukturfragen anzustoßen, war zuvor auf einen Bezirkstag in Soltau aufgegriffen worden. Dass diese Diskussion in der ganzen Kirche angeregt werden soll, wurde positiv aufgenommen. Außerdem wurde in den Arbeitsgruppen der Wunsch geäußert, im Blick auf die Professoren in Oberursel eine transparente Quantifizierung der unterschiedlichen Arbeitsbereiche durchzuführen. Welche Arbeitsbereiche haben nicht direkt mit dem Lehrbetrieb an der Hochschule zu tun, sind gleichwohl für die Gesamtkirche von großer Wichtigkeit (etwa Forschung, Kommissionsarbeit, Theologischer Fernkurs der SELK, ökumenische Gremien)? Und wieviel Arbeitszeit fließt in diese Arbeitsbereiche? Die Verantwortung der Gesamtkirche, das Haushaltsdefizit nachhaltig auszugleichen, wurde hervorgehoben.

Die Synode hatte auch für den Kirchenbezirksbeirat ein neues Mitglied zu wählen, da Matthias Schröder (Tarmstedt) nach zehn Jahren Mitarbeit nicht wieder zur Wahl stand. An seiner Stelle wurde Bettina Petersen-Wilson (Bremen) gewählt.

Für die Finanzen stellte der ehemalige Bezirksrendant, Martin Kämpfert (Verden), den Abschluss für das Jahr 2016 vor. Sein Nachfolger, Joachim Petersen (Hermannsburg), stellte den Haushalt für das laufende und das kommende Jahr vor. Die Vorsitzende der Finanzkommission im Kirchenbezirk, Ilka Tüchsen (Oldenburg), zeigte, wie die Umlagezusagen aus den Gemeinden sich ins Verhältnis setzen zum Haushaltsplan der Allgemeinen Kirchenkasse der SELK.

Die Synode tagte in einer hervorragenden Gesprächskultur und war in ihren Ergebnissen sehr zielgerichtet und konstruktiv. Sie endete am späten Nachmittag des 6. Mai mit einem Reisesegen.

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Ein Bericht von selk_news /
Redaktion: SELK-Gesamtkirche /
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