Reformationsvortrag in Allendorf/Lumda | 12.05.2017

"Herr Dr. Luther ."
SELK: Wolfgang Schillhahn referierte in Allendorf/Lumda

Allendorf/Lumda, 12.5.2017 - selk - Die Zionsgemeinde der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) in Allendorf/Lumda eröffnete am vergangenen Sonntag eine Veranstaltungsreihe aus Anlass des diesjährigen Gedenkens an "500 Jahre Reformation". Der erste von drei vorgesehenen Vorträgen stand unter der Fragestellung "Herr Dr. Luther, was geschah im Turmzimmer des Schwarzen Klosters?" Dazu referierte im Anschluss an einen Abendmahlsgottesdienst und ein gemeinsames Mittagessen SELK-Superintendent i.R. Wolfgang Schillhahn (Oberursel).

Schillhahn beschrieb den Weg Luthers ins "Schwarze Kloster", dem heutigen Lutherhaus, in Wittenberg als eine Zeit, in der Luther sich fast zu Tode gemartert hätte mit "Wachen, Beten, Lesen und anderer Arbeit". Im Turmzimmer wurde der Professor zum Reformator, als er begriff, was "Gerechtigkeit" in der Bibel bedeutet: "Wir sind angewiesen und bedürftig. Gott aber schenkt und gibt. Die von der Sünde zerstörte Beziehung zu Gott wird ganz alleine durch Gott wiederhergestellt, der sich uns aus Gnaden um Christi Willen zuwendet." Mit dieser Rechtfertigungslehre stehe und falle die Kirche, so der Referent. In Anlehnung an ein Zitat des Theologieprofessors Dr. Oswald Bayer formulierte Schillhahn: "Die Rechtfertigungslehre ist wie Spaghetti essen. Wenn man an einer Stelle mit der Gabel reinsticht, hängt alles andere dran; denn sie betrifft unser ganzes Leben und ist auch heute noch wichtig für alle, die in der Sorge leben, nicht genug zu sein."

Die weiteren Vorträge sind für den 20. August ("Herr Dr. Luther, was haben sie eigentlich gegen den Dominikaner Tetzel?") und für den 12. November ("Herr Dr. Luther, warum soll uns ein Bekenntnis von 1530 heute noch interessieren?") vorgesehen.

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