Bezirkskirchentag zur Freiheit | 23.05.2017

Kommt, atmet auf, Ihr sollt leben
SELK: Bezirkskirchentag in Homberg

Homberg/Efze, 23.5.2017 – selk – Bei strahlendem Sonnenschein feierte der Kirchenbezirk Hessen-Nord der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) am vergangenen Sonntag seinen Bezirkskirchentag. Als bezirksweite Veranstaltung zum Reformationsjubiläum stand der Tag thematisch unter dem Thema „Freiheit“. Und ebenfalls passende zum Jubiläum wurde der Tag in Homberg/Efze ausgerichtet – in der dortigen Stadtkirche St. Marien wurde 1526 unter Landgraf Philipp die Reformation in Hessen eingeführt.

Der Tag begann mit einem festlichen, ökumenischen Gottesdienst in der alten, prall gefüllten Stadtkirche. So unkompliziert und harmonisch wie die Vorbereitung war auch die gemeinsame Feier des Gottesdienstes, in dem die Pfarrer Wilfried Keller (Balhorn), Konrad Rönnecke, Henning Scharff (Homberg), Pfarrerin Anke Zimmermann und Diakonin Daria Klevinghaus (alle Homberg) mitwirkten. Den extra zusammengestellten Bezirkschor leitete Kantorin Nadine Vollmar (Niedenstein). Auf der gewaltigen Orgel spielte die Homberger Stadtkantorin Birgit Käfer. In seiner Predigt über Galater 5,1-6 („Zur Freiheit hat uns Christus befreit…“) beschrieb Scharff den neuen Lebensraum den Jesus Christus den Gläubigen eröffnet hat: „Wir sind zur Liebe befreit.“ Damit leitete er zum Mottolied des Tages hin: „Kommt, atmet auf, ihr sollt leben“ (Jugendliederbuch „Come on and sing. Komm und sing“, Bd. 3, 572).

Der Nachmittag war geprägt von vielen unterschiedlichen Workshop-Angeboten, von denen alle Teilnehmenden zwei individuell auswählen konnten. Wer das Thema des Tages intellektuell vertiefen wollte, konnte in Hombergs Stadthalle zwei Vorträgen lauschen: Prof. Dr. Achim Behrens (Oberursel) sprach über „Religion und Politik – ein schwieriges Verhältnis: Die lutherische Zwei-Reiche-Lehre“. Und Dr. Andrea Grünhagen (Hannover) referierte die Thesen aus Luthers Freiheitsschrift von 1520 und deren Verbindung zum heutigen Leben. Superintendent Manfred Holst (Marburg) spürte dem Thema Freiheit in Kurzfilmen nach. Die Verbindung zur Musik boten Kantorin Nadine Vollmar und der Komponist Stephan Peiffer (Niederurff) an. Bei Frau Vollmar wurden miteinander alte und neue Lieder zum Thema gesungen. Herr Peiffer bot ein moderiertes Konzert an der Stadtkirchenorgel, bei dem er die Verbindung von Musik und Theologie in Choralbearbeitungen unterschiedlicher Epochen darstellte. Wer sich bewegen wollte, konnte sich mit Stadtführer Eckhard Böth (Homberg) auf eine Entdeckungsreise durch die Altstadt begeben. Den bunten Strauß von Angeboten rundeten zwei kreative Angebote ab: Nikola Klose (Borken-Gombeth) leitete zum Filzen an und Pfarrer Matthias Forchheim (Altenstadt-Höchst) schrieb mit echten Federkielen „wie zu Luthers Zeiten“. Die Kinder bauten derweil grandiose Burgen aus Legosteinen.

Das grandiose Wetter sorgte dafür, dass die unterschiedlichen Veranstaltungsorte innerhalb Hombergs kein Problem darstellten. Viele nahmen die Gelegenheit wahr, auf dem Weg ins Gespräch zu kommen. Für Menschen, die nicht gut zu Fuß oder knapp in der Zeit waren, gab es sogar einen eigens eingerichteten Shuttle-Dienst, der vor und nach den Veranstaltungen zwischen Stadthalle und Stadtkirche, Zehntscheune, Petruskirche hin und her fuhr. In der gemeinsamen Abschlussveranstaltung, die von Hartmut Raatz (Marburg) am Flügel und vom Posaunenchor der Gemeiden Berge-Unshausen und Homberg begleitet und von Rönnecke moderiert wurde, zog Holst ein positives Fazit und dankte den vielen Mitarbeitenden.

Die grundsätzliche Idee zu diesem Tag war Pfarrkonvent des Kirchenbezirkes kreiert worden. Die eingesetzte Arbeitsgruppe um Keller, Rönnecke, Scharff und Vollmar bereitete den Tag dann inhaltlich und organisatorisch in mehreren Sitzungen vor.

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Eine Meldung von selk_news
Redaktion: Jugendwerk der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK)
Autor: Hauptjugendpfarrer Henning Scharff
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Tel. +49-5681-1479 – Fax +49-5681-60506
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