Bibeltagungen in Wittenberg | 30.05.2017

Bibeltagungen im Horizont des Reformationsgedenkens
SELK in Wittenberg vertreten

Wittenberg, 30.5.2017 - selk - In Wittenberg fanden vom 8. bis zum 11. Mai die 37. Vollversammlung der Deutschen Bibelgesellschaft (DBG) und die 38. Geschäftsstellenkonferenz der regionalen Bibelgesellschaften statt. Die SELK ist Mitglied in der DBG und war in Wittenberg durch Pfarrer Stefen Förster (Heidelberg) vertreten.

Im Jahr des 500. Reformationsgedenkens konnte die DBG kaum an einem anderen Ort zusammenkommen als in Wittenberg - war doch die Einführung der revidierten Lutherbibel das große bibelgesellschaftliche Ereignis des Jubiläums; und so erwartete die ankommenden Gäste auch schon gleich am Bahnhof eine 37 Meter hohe Lutherbibel, zu dem Zeitpunkt noch nicht begehbar, da noch nicht bauamtlich angenommen. Inzwischen bietet diese vermutlich "größte lesbare Bibel der Welt" auf ihrer Aussichtsplattform einen Blick über die gesamte Stadt.

Auch diesmal spielte der Bericht des Generalsekretärs, Dr. Christoph Rösel, eine prominente Rolle, ebenso der des Vorsitzenden des Aufsichtsrates, Dr. Johannes Friedrich; spürbar war im Vergleich zu den Vorjahren eine deutliche Entspannung im Verlagsgeschäft, die aber eben mit der Markteinführung der neuen Lutherbibel zusammenhängt - und somit zu den einmaligen Sonderfaktoren zu rechnen ist. Schwieriger dürfte sich das in finanzieller Sicht bei der Einführung der Basis-Bibel gestalten, die für das Jahr 2020 geplant ist.

Zu wählen war ein neuer Verwaltungsrat - der inzwischen Aufsichtsrat heißt. Annette Kurschus, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, wurde zur neuen Vorsitzenden dieses Aufsichtsrates gewählt. Festlich wurde es dann bei der Verleihung der Canstein-Medaille an Prof. Dr. Christoph Levin in der Stadtkirche zu Wittenberg, die Laudatio hielt Landesbischof i.R. Dr. Christoph Kähler.

Unterhaltsam und zugleich zum Nachdenken anregend war der Vortrag von Prof. Dr. Thorsten Dietz zum Thema "Sola scriptua?! Martin Luther und die Autorität der Bibel für das christliche Handeln". Der Referent lieferte so manche überraschende Pointe.

Eine bemerkenswerte Stadtführung durch Wittenberg vervollständigte das Programm. Der Stadtführer war offensichtlich nicht informiert worden darüber, mit welchem Kreis von Leuten er es zu tun haben würde - was ausgesprochen hilfreich war. Denn wenn auch nicht jede Jahreszahl exakt stimmte, so konnten die Teilnehmenden doch erleben, wie durch solche Führungen konzeptionell erfolgreich versucht wird, die Reformation auch in ihren gesellschaftlichen Auswirkungen bis heute für Menschen verstehbar zu machen, die keine theologischen Vorkenntnisse mitbringen.

Die Geschäftsstellenkonferenz der regionalen Bibelgesellschaften hatte dann - wie immer - mehr mit den praktischen Fragen bibelgesellschaftlicher Arbeit zu tun. "Immer wieder ist es bereichernd, voneinander zu erfahren, was die anderen gerade vor Ort planen und tun, sodass man mit mancher neuen Idee zurück in die eigene Arbeit geht", so SELK-Vertreter Förster

Im nächsten Jahr wird das Treffen im Haus Villigst in Schwerte stattfinden.

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Ein Bericht von selk_news /
Redaktion: SELK-Gesamtkirche /
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