Blickpunkt 2017: neues Jahresthema | 29.01.2016

SELK: Blickpunkt 2017 - neues Jahresthema für 2016
Motto: "Mit Christus in einem Boot"

Oberursel, 29.1.2016 - selk - Das Bild vom Boot im Sturm drängt sich auf bei dem Motto, das die zuständige Arbeitsgruppe der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) auf dem Weg zum Reformationsjubiläum 2017 für das neue Jahresthema vorgibt: "Christenleben: Mit Christus in einem Boot". Die Arbeitsgruppe traf sich am Dienstag dieser Woche in Oberursel.

Unter dem Jahresthema für das laufende Jahr soll es um das Leben als Christen im Alltag gehen, und da hat wohl jede Christin und jeder Christ gelegentlich mit Stürmen zu kämpfen. "Das Boot, in dem wir alle sitzen, war schon immer ein Sinnbild für die Christengemeinde, die auf den Wogen des Weltgeschehens unterwegs ist in die Ewigkeit", schreibt Superintendent i.R. Wolfgang Schillhahn (Oberursel) in seinem Beitrag, der auch auf dem Plakat zum aktuellen Jahresthema abgedruckt ist, das in den nächsten Tagen an alle Gemeinden der SELK verschickt wird.

"Mit Recht fragt der Steuermann Jesus Christus: ,Warum fürchtet ihr euch? Ich bin doch hier, warum vergesst ihr das immer?'", heißt es weiter. In jeder Predigt, im Abendmahl, in jeder Bewahrung, aber auch in jeder Traurigkeit würden Menschen zu dem Gebet eingeladen: "Der Herr ist mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten?"

Bischof Hans-Jörg Voigt D.D. (Hannover) nimmt in seinem Geleitwort zum Jahresthema Bezug auf die Flüchtlinge, die in Schlauchbooten über das Mittelmeer treiben. "An Bord sind vielleicht auch ein paar wenige Flüchtlinge, die beten: ,Lieber Herr Jesus Christus, sei mit in diesem Boot!'" Und wenn das Boot des Lebens für jemanden zurzeit gerade ein "ganz schmuckes Sportboot" sei, in dem er sich mit der eigenen Familie wohl fühle - dann sei auch da Christus mit an Bord.

In drei weiteren Beiträgen, die auf der Internetseite www.blickpunkt-2017.de abrufbar sind, wird das Jahresthema aufgegriffen. Prof. Dr. Achim Behrens von der Lutherischen Theologischen Hochschule der SELK in Oberursel geht dem Klagen in den Psalmen nach. Unter dem Titel "Jammere nicht, sondern klage dein Leid - aber dem Richtigen!" zeigt er an Beispielen, dass die biblischen Psalmen nicht dazu aufrufen, "alles still zu erdulden, weil doch alles irgendwie von Gott komme". Sie bleiben auch nicht beim Klagen stehen, sondern kommen zur Bitte - und erwarten durchaus von Gott, dass sich etwas ändert.

Seine persönlichen Erfahrungen mit dem eigenen Beten beschreibt der Text von Pfarrer Hinrich Brandt (Greifswald) - von den Prägungen in der Kindheit, über die Erfahrungen als Jugendlicher und Student, als Vater eigener Kinder und als Pastor, der Kinder unterrichtet.

Kirchenrätin Doris Michel-Schmidt (Merenberg) beschäftigt sich in ihrem Beitrag mit der Frage, wie man Gottes Willen für sein eigenes Leben erkennen kann. "In so mancher Situation würde man sich eine Gebrauchsanleitung aus Gottes Hand wünschen. Wenn man vor schwierigen Entscheidungen steht, wäre eine klare himmlische Anweisung hilfreich. Oder wenigstens ein ,Zeichen', in welche Richtung es nach Gottes Willen gehen soll", schreibt sie. Wenn Jesus gefragt werde "Herr, was soll ich tun?", gebe er aber kein Handbuch für das Bedienen des Alltags heraus, das Menschen davon entbinden würde, selbst zu entscheiden.

Im Verlauf des Jahres werden weitere Beiträge zum Jahresthema auf der Seite www.blickpunkt-2017.de eingestellt werden.

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