Diakonietag in Hessen-Nord | 20.03.2019

Patientenverfügung und Demenzerkankung
SELK: Diakonietag in Dreihausen

Ebsdorfergrund-Dreihausen, 20.3.2019 - selk - Am 9. März fand in den Räumen der Gemeinde Dreihausen der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) ein Diakonietag des Kirchenbezirks Hessen-Nord der SELK statt. Gut 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Hessen-Nord und angrenzenden Kirchenbezirken hatten sich zu dieser Veranstaltung zusammengefunden.

In der Morgenandacht sprach Ortspfarrer André Stolper in warmherziger Weise von der Schwierigkeit, sich mit der eigenen Sterblichkeit auseinanderzusetzen, und von den Sorgen, mit dem viele Menschen auf das Ende ihres Lebens blicken.

Katharina Lochmann bat die Zuhörerinnen und Zuhörer, ihr Referat zur "Christlichen Patientenvorsorge" jederzeit mit Fragen und Anmerkungen zu unterbrechen, um gut miteinander ins Gespräch zu kommen. Werden am Ende des Lebens noch Menschen bei mir sein, die mir beistehen und mir Kraft geben? Werde ich noch selbst bestimmen können, welche medizinischen Behandlungen an mir vorgenommen werden und welche nicht?

Trotz des Ernstes und der Fülle des Stoffes und der vielen Fragestellungen, die sich bei der Beschäftigung mit den gesetzlichen Regelungen auftaten, schaffte es die Referentin - unterstützt von ihrer computergesteuerten Präsentation - durch klare Ansagen Mut zum Handeln und Vorausplanen zu vermitteln.

Am Nachmittag folgte das Thema "Kommunikation mit Menschen, die von Demenz betroffen sind". Außenstehenden erscheint die Welt eines Demenzkranken meist fremd. In ihrem Beitrag versuchte die Referentin, Christiane-Helene Poetsch, zu verdeutlichen, dass das Verhalten eines dementen Menschen, so herausfordernd und schwierig es sein mag, nicht ohne Bedeutung ist. Das Wissen um diese Bedeutung kann den liebevollen Umgang mit dem Kranken erleichtern und die Belastbarkeit des Pflegenden erhöhen. Tipps und Beispiele aus der Praxis sollten als Anregung dienen, den Erkrankten zu verstehen und die Pflege besser durchzuhalten. Das Referat endete mit einem Exkurs zur Nonnenstudie. Bei dieser Studie ging es um die Ergebnisse einer Untersuchung unter hochbetagten Nonnen, die bis zu ihrem Tod keinerlei Anzeichen von Gedächtnisschwund oder Demenz zeigten, obwohl ihr Gehirn genauso degeneriert und mit Ablagerungen (Alzheimer-Plaques) übersät war wie bei Personen der Normalbevölkerung.

Rosemarie Lösel, leitende Schwester des in der SELK beheimateten Diakonissenwerks Korbach, moderierte die Aussprache mit Verständnis und Sachkenntnis.

Nach dem von Anne Damaske gestalteten Reisesegen ging der Diakonietag zu Ende.

Zwei weitere Angebote aus dem Bereich der Diakonie im Kirchenbezirk Hessen-Nord folgen in diesem Jahr: Am 4. Mai findet in Homberg/Efze ein Diakonietag für pflegende Angehörige statt; es referieren Anne Damaske und Rosemarie Lösel. Am 28. September wird in Edertal-Bergheim ein Frauenfrühstück angeboten. Zum Thema "Frauengeschichten der Bibel: Lea und Rahel" referiert Prof. Dr. Achim Behrens von der Lutherischen Theologischen Hochschule Oberursel der SELK.

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Ein Bericht von selk_news /
Redaktion: SELK-Gesamtkirche /
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