Festgottesdienst in Limburg | 08.05.2019

Lagerraum für geistliche Lebensmittel
SELK-Gemeinde Limburg feiert Renovierung ihres Gotteshauses

Limburg, 8.5.2019 - selk - Zum vergangenen Sonntag, 5. Mai, hatte die Limburger St. Johannes-Gemeinde der  Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) zu einem Festgottesdienst anlässlich der umfangreichen, gelungenen Renovierung ihrer St. Johannes-Kapelle eingeladen. Dieses fast 700 Jahre alte Gotteshaus ist wohl das älteste innerhalb der SELK-Gemeinden.

In den vergangenen Monaten wurde der gesamte Innenraum einschließlich Bänken, Altar, Kanzel und Taufstein in Abstimmung mit dem Denkmalamt neu gestrichen; die Elektrik musste erneuert werden, neue Lampen angebracht, die Kirchenbänke und der Boden wurden aufgearbeitet. Vor allem musste eine neue Heizung eingebaut werden, da die alte im letzten Winter ihren Dienst versagte. Und endlich konnte nun auch der Einbau einer Toilette realisiert werden, für die zunächst ein Wasseranschluss und Abwasserleitungen erforderlich waren.

Die Predigt an diesem "Hirtensonntag" hielt SELK-Bischof Hans-Jörg Voigt D.D. (Hannover). Die Kapelle sei wie der Stall für die Schafe, sagte er, hier seien sie zu Hause, hier würden sie sich sicher fühlen, aber draußen seien eben auch Wölfe, womit er die in der Öffentlichkeit geführte Diskussion aufnahm, dass es in Deutschland wieder einige Wölfe gibt. Das Wichtigste aber sei, dass die Schafe die Stimme ihres Hirten kennen und ihm folgen.

Der gemeindeleitende Pfarrer, Sebastian Anwand (Greifenstein/Allendorf), führte durch die Liturgie und würdigte die Geschichte der Kapelle, in dem er die unterschiedlichen Nutzungen im Verlauf der Jahrhunderte - unter anderem als Lager für Getreide, Selterswasser oder Akten - mit der jetzigen Lagerung "geistlicher Lebensmittel" verglich. Ein aus Sängerinnen und Sängern der Nachbargemeinden Allendorf/Ulm, Gemünden und Steeden zusammengesetzter Chor unter der Leitung von Kantorin Nadine Vollmar (Niedenstein-Wichdorf) gestaltete musikalisch den Gottesdienst.

Da in der Kapelle nicht alle Gottesdienstbesucher Platz fanden, wurde der Gottesdienst in ein Zelt auf dem Platz vor der Kapelle übertragen.

Bei dem anschließenden Mittagessen und Kaffeetrinken im Zelt konnten sich die Gäste anhand einer Leinwand-Präsentation sowohl über die Kapelle und ihre Geschichte als auch über die jetzigen und früheren Renovierungsmaßnahmen informieren. Einige kleinere Arbeiten stehen allerdings noch aus, wie ein Anstrich der Fenster von außen und die Neueindeckung des Daches des neben der Kapelle stehenden Turmes.

Die fast winterlichen Außentemperaturen am frühen Morgen konnten der Freude über das in neuem Glanz erstrahlende Kleinod am Rande der Limburger Altstadt keinen Abbruch tun. Und pünktlich zum Mittagessen kam dann auch die Sonne dazu.

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Ein Bericht von selk_news /
Redaktion: SELK-Gesamtkirche /
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