Missionsfest in Brunsbrock | 26.06.2019

Unbeschreibliches Gefühl, eine Brücke zu Christus zu schlagen
SELK: Missionsfest in Brunsbrock

Kirchlinteln-Brunsbrock, 26.6.2019 - selk - Brunsbrock - Als einen eigenen kleinen "Kirchentag" feierten die beiden Pfarrbezirke Brunsbrock-Stellenfelde und Verden-Rotenburg der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) am vergangenen Sonntag ihr Missionsfest in und an der St. Matthäuskirche in Brunsbrock. Zu Gast als Referent und Prediger war SELK-Pfarrer Matthias Tepper aus Plauen. Pfarrer Carsten Voß von der Verdener Zionsgemeinde der SELK begrüßte die Festgemeinde und stellte den Referenten vor. Der Gottesdienst wurde musikalisch begleitet vom Organisten Matthias Bergmann, Blechbläserinnen und Blechbläser aus drei der vier Gemeinden sowie dem Singchor. In der Predigt sprach Tepper über Gottes Gerechtigkeit und seine bedingungslose Liebe zu den Menschen, die für Christen zugleich Motivation und Auftrag bedeuten, sich für andere Menschen einzusetzen.

Am Nachmittag berichtete Tepper aus seiner Arbeit in den SELK-Gemeinden Plauen und Greiz. Plauen und Greiz liegen im Drei-Länder-Eck Sachsen/Thüringen/Bayern im Vogtland. Nach der Wende verloren die Städte viele Einwohnerinnen und Einwohner wegen fehlender Arbeitsplätze. Heute ist die Bevölkerung überaltert, es gibt eine hohe Arbeitslosigkeit und viele seit Jahrzehnten leerstehende, heruntergekommene Häuser. Seit 2017 ist Matthias Tepper dort im Einsatz als Pfarrer der beiden SELK-Gemeinden, wobei seine Arbeit schwerpunktmäßig dem Gemeindeaufbau gewidmet ist. Dort bringt er seine Erfahrungen aus seiner langjährigen Straßenmissionsarbeit in der ALC (All Lutheran Church) in Brüssel (Belgien) ein.

Seine missionarische Arbeit sieht Tepper biblisch begründet: zum einen durch den Missionsbefehl (https://de.wikipedia.org/wiki/Missionsbefehl), den Jesus Christus gegeben hat, zum andern dadurch, dass Menschen sonst verloren gingen; das Wissen um die Erlösung treibe ihn auf die Straße. Es sei wichtig, den Menschen Jesus vorzustellen.

Wo Resignation und Einsamkeit in der Bevölkerung weit verbreitet sind, möchten sein Team und er aufzeigen, dass die Kirche und der Glaube an Jesus Christus wertvoll für jeden einzelnen Menschen sind. Mit der "Kaffeekarre" besuchen sie einmal pro Woche einen zentralen Platz in der Stadt und verschenken Kaffee, Tee und Saft. Die angebotene Kaffeesorte heißt dann auch "Der Himmlische", was manchmal ein guter Einstieg ist für Gespräche über Gott und die Welt. Pfarrer Tepper und sein Team wollen mit Aktionen auf der Straße, einmaligen Erlebnistagen oder Lebenskreisen, in den sich Menschen zu einem Projekt ein paar Mal regelmäßig treffen, alternativen Gottesdienstformen - wie z.B. den englischsprachigen "Happy Day"-Gottesdiensten (mit Vokabelhilfe) - Menschen zueinander bringen und Gemeinde bauen. Verschiedene Aktionen bieten so Kontaktflächen, mit denen unterschiedliche Menschen erreicht werden.

Matthias Tepper erzählt mit Begeisterung und lässt die Zuhörerinnen und Zuhörer die Liebe spüren, mit der er seiner Aufgabe nachgeht und seinem Gegenüber begegnet. Die Belohnung für den Einsatz sei das unbeschreibliche Gefühl, eine Brücke zu Christus geschlagen zu haben. Mehr über seine beiden Kleinstgemeinden erfährt man auf www.selk-plauen.de.

Bei der Kaffeetafel zum Abschluss des Missionsfestes hatten die Gäste reichlich Gelegenheit, sich miteinander und mit Pfarrer Tepper über dessen Arbeit auszutauschen. Ein gelungenes Fest - wie ein kleiner "Kirchentag".

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Ein Bericht von selk_news /
Redaktion: SELK-Gesamtkirche /
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